Ende der Produktion

Nach 16 Jahren: Audi stoppt Erfolgsmodell


Aktualisiert am 28.04.2026 – 13:31 UhrLesedauer: 2 Min.

Kompaktes Auslaufmodell: Der Audi A1 ist Geschichte.

Audi stellt sein Sortiment um. Die Ingolstädter beenden die Produktion ihres kleinsten SUV und eines weiteren Modells. Der Einstieg in die Welt der vier Ringe wird künftig noch teurer.

Das Aus für die kleinsten Verbrenner bei Audi ist beschlossen. In Ingolstadt verließ gerade der letzte Q2 das Werk. Seit dem Start im Jahr 2016 rollten fast 890.000 Stück vom Band. Zeitgleich endet im spanischen Martorell die Produktion des A1. Er war seit 2010 auf dem Markt; Audi lieferte fast 1,4 Millionen Fahrzeuge aus.

Der Grund ist das Geld: Die neue Abgasnorm Euro 7 macht die Reinigung von Benzin- und Dieselmotoren so aufwendig, dass sich preiswerte Modelle kaum noch lohnen. Audi verzichtet deshalb auf direkte Nachfolger. Die Marke setzt künftig auf größere Karosserien und höhere Preise. Das neue Basismodell wird der elektrische A2 e-tron.

Zwar bleiben die deutschen Standorte ausgelastet, doch Audi verteilt die Arbeit neu. Ingolstadt wird zum Zentrum für kompakte Wagen. Ab Mitte 2026 fertigt das Werk den Q3 gemeinsam mit dem ungarischen Standort Győr: Ungarn liefert die Karosserien, Deutschland lackiert und montiert sie. Zudem laufen in Ingolstadt weiterhin der A3 sowie die neuen Elektro-Reihen Q6 e-tron und A6 e-tron vom Band.

In Neckarsulm konzentriert sich Audi auf die neuen A5- und A6-Modelle. Ab 2027 soll dort zudem ein elektrischer Sportwagen entstehen. Parallel dazu baut der Konzern das Werk zum Standort für Künstliche Intelligenz und Digitalisierung aus.

Audi opfert seine kleinsten Modelle für die Aussicht auf höhere Renditen in der Oberklasse. Für die Kunden bedeutet das: Der günstigste Weg, einen neuen Audi zu fahren, führt künftig über das Ladekabel. Und über ein deutlich höheres Budget.

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