Schlag gegen die Schulter

„Für mich eine Rote Karte“: Aufregung um Mbappé-Szene


05.07.2026 – 00:36 UhrLesedauer: 2 Min.

Kylian Mbappé: Der Franzose bekam im Spiel gegen Paraguay einen Schlag ab. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago)

Im Duell zwischen Frankreich und Paraguay geht Kylian Mbappé nach einem Schlag zu Boden. Ein Schiedsrichterexperte findet deutliche Worte.

Die erste Halbzeit des WM-Achtelfinals zwischen Paraguay und Frankreich war arm an Highlights, der Deutschland-Bewzinger ließ gegen den klaren Favoriten kaum nennenswerte Abschlüsse zu. Einen Aufreger aber gab es trotzdem: In der 39. Minute erwischte Paraguays Matias Galarza Gegenspieler Kylian Mbappé mit einem Schlag abseits des Balles an der Schulter.

Der Superstar sank zu Boden, das Spiel lief weiter. Der Unparteiische Ilgiz Tantashev hatte die Situation offenbar nicht gesehen. Zum Unverständnis der Franzosen und auch von Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich erhielt er aber auch keinen Hinweis vom Video-Assistenten Juan Lara. „Es ist ein astreiner Schlag“, befand der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter bei MagentaTV. „Es ist nicht die typische Tätlichkeit. Es ist fernab vom Ballgeschehen, er schlägt ihm mit der Faust in Richtung der Schulter. Das ist für mich eine Rote Karte.“

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Quelle: MagentaTV

Ittrich spekulierte, dass der Kontakt dem VAR womöglich nicht intensiv genug war. „Er touchiert ihn nur“, beobachtete der TV-Experte. Zugleich betonte er: „Regeltechnisch ist das egal. Auch eine versuchte Tätlichkeit ist eine Tätlichkeit. Es hätte sich niemand beschweren dürfen, wenn sich der Video-Assistent gemeldet hätte.“

Galarza darf sich also glücklich schätzen, ohne Platzverweis davongekommen zu sein. Wieso der Nationalspieler Paraguays abseits des Balles überhaupt zu einer solchen Aktion ansetzte, stellte Ittrich unterdessen ebenfalls vor ein Rätsel. „Da passiert gar nichts, Mbappé läuft an ihm vorbei und er haut ihn einfach. Es ist merkwürdig – ich frage mich, was da in dem Spieler vorgeht“, grübelte der 47-Jährige. Eines aber stand für ihn außer Frage: „Das gehört bestraft.“

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