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Die Absicht von Krankenpflegern, den Beruf in Spanien aufzugeben, ist nicht auf einen einzigen Faktor zurückzuführen, sondern auf eine Reihe struktureller Bedingungen, die die tägliche Praxis der Krankenpflege beeinträchtigen, insbesondere Arbeitsplatzunsicherheit und schlechte Qualität der Pflege.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie, die zeigt, dass fast vier von zehn Pflegefachkräften in Spanien erwägen, den Beruf im nächsten Jahrzehnt aufzugeben.

Dies zeigt die bisher größte im Land durchgeführte Studie unter der Leitung des Gesundheitsministeriums und des Carlos III Health Institute (ISCIII), die auf mehr als 20.000 Antworten basiert und im „Journal of Nursing Management“ veröffentlicht wurde.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass 39,6 % der befragten Pflegekräfte beabsichtigen, den Beruf in den nächsten zehn Jahren aufzugeben, und 17 % rechnen damit, dies innerhalb von nur zwei Jahren zu tun. Zu den Faktoren, die diesem Trend zugrunde liegen, gehören mangelnde Arbeitsplatzsicherheit, übermäßige Arbeitsbelastung und eine negative Wahrnehmung der Qualität der Pflege und der Patientensicherheit.

Der Studie zufolge erhöhen befristete Verträge die Wahrscheinlichkeit eines Austritts um 33 %, während die Wahrnehmung schlechter Patientensicherheit das Risiko um 81 % erhöht. Darüber hinaus nennen 56,5 % derjenigen, die den Beruf aufgeben wollen, mangelnde Stabilität als Hauptgrund, gefolgt von mangelnder Anerkennung und von vielen als unzureichend empfundenen Arbeitsbedingungen.

Die Analyse zeigt auch erhebliche regionale Ungleichheiten: Regionen wie Madrid, die Kanarischen Inseln, Galizien und die Balearen weisen eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit auf, als Navarra eine Auswanderungsabsicht zu haben, was die Autoren mit Unterschieden in den Arbeitsbedingungen und der Organisation des Gesundheitssystems in Verbindung bringen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Missverhältnis zwischen Ausbildung und Berufspraxis: Nur 34,5 % der Fachpflegekräfte arbeiten in ihrem Fachgebiet, was zur beruflichen Unzufriedenheit beiträgt. Hinzu kommt der Mangel an Zeit für die Patientenbetreuung, weshalb 60 % der Befragten zugeben, dass sie die Pflege unterlassen.

Ein Trend, der sich über ganz Europa ausbreitet

Das Phänomen gibt es nicht nur in Spanien. In mehreren europäischen Ländern sind die Gesundheitssysteme mit einem wachsenden Mangel an Pflegepersonal konfrontiert, der durch die alternde Bevölkerung, den Druck auf die Dienstleistungen und die Schwierigkeit, Talente zu halten, noch verschärft wird.

Berichte internationaler Organisationen warnen davor, dass die Europäische Union in den kommenden Jahren Hunderttausende zusätzliche Pflegekräfte benötigen könnte, um die Pflegestandards aufrechtzuerhalten. In Ländern wie Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich berichten Gesundheitsgewerkschaften über steigende Quoten vorzeitiger Berufsaustritte und Schwierigkeiten bei der Deckung von Schichten in Krankenhäusern und der Grundversorgung.

Die spanische Studie, die Teil des Strategischen Rahmens für die Krankenpflege 2025–2027 ist, betont die Notwendigkeit, die Arbeitsplatzsicherheit, die berufliche Anerkennung und die Arbeitsbedingungen als Schlüsselelemente zu verbessern, um einen Talentabfluss zu stoppen, der, wenn er nicht angegangen wird, die Nachhaltigkeit der europäischen Gesundheitssysteme gefährden könnte.

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