Afrika-Hitze in Südeuropa
Außergewöhnliche Hitzewelle erreicht Italien
11.07.2026 – 16:08 UhrLesedauer: 2 Min.

Nach der Rekordhitze im Juni droht Italien die nächste Extremwetterlage. Meteorologen erwarten eine außergewöhnlich heiße Luftmasse aus Nordafrika – mit möglichen Rekordwerten.
Eine intensive Hitzewelle erfasst den europäischen Kontinent. In Spanien wüten tödliche Waldbrände, in Frankreich gelten Warnungen vor Extremhitze. In Deutschland nimmt die Hitze mit jedem Tag zu. Auch Italien steht nach aktuellen Wetterprognosen vor einer außergewöhnlich starken Hitzewelle.
Verantwortlich ist ein Hochdruckgebiet, das sehr heiße Luft aus der Sahara in den zentralen Mittelmeerraum lenkt. Nach den derzeitigen Prognosen könnte es sich um eine der intensivsten Hitzelagen des bisherigen Sommers handeln.
- „Für Deutschland außergewöhnlich hoch“: Dritte Hitzewelle kommt – doch diesmal wird es anders
- Hitzewarnungen in Urlaubsländern: Südeuropa bereitet sich auf mehr als 40 Grad vor – Hitzewelle dauert an
Nach Berechnungen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) wird die heißeste Phase der Hitzewelle in Italien voraussichtlich zwischen dem 15. und 19. Juli erreicht.
Wetterprognosen berechnen Hitze bis 45 Grad
In weiten Teilen Italiens werden dann Höchstwerte zwischen 30 und 35 Grad erwartet. In den Binnenregionen sind verbreitet 35 bis 40 Grad möglich. Besonders betroffen könnten Sardinien, Sizilien sowie Teile Apuliens und der Basilikata sein. Dort rechnet das europäische Wettermodell mit Temperaturen zwischen 40 und 45 Grad. Vereinzelt könnten die Werte auf Sardinien und Sizilien sogar noch höher ausfallen.

Selbst in höheren Lagen werden außergewöhnlich hohe Temperaturen erwartet. Nach den Modellrechnungen gelangt die heiße Luftmasse bis in die italienischen Gebirge, sodass auch dort deutlich überdurchschnittliche Werte möglich sind.
An den Küsten dürfte das Thermometer zwar etwas niedrigere Höchstwerte anzeigen als im Binnenland. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit könnten die Nächte dort jedoch als besonders belastend empfunden werden.
Ende der Hitzewelle in Italien in Sicht?
Trotz des dominierenden Hochdruckgebiets schließen die Meteorologen einzelne Wärmegewitter nicht aus. Sie werden vor allem über den Alpen, den Voralpen und entlang des Apennins erwartet. Vereinzelt könnten Gewitter auch die nördliche Po-Ebene erreichen.
Wie lange die Hitzewelle anhält, ist noch nicht abschließend geklärt. Die aktuellen Ensemble-Prognosen des ECMWF deuten ab dem 21. oder 22. Juli auf einen leichten Temperaturrückgang hin. Ob sich die Wetterlage tatsächlich entspannt oder die Hitze länger anhält, lässt sich derzeit jedoch noch nicht sicher vorhersagen.
Bereits der Juni 2026 war in vielen Teilen Westeuropas außergewöhnlich heiß. Sollte sich die aktuelle Prognose bestätigen, könnte auch der Juli zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen zählen.










