„Zu viel Hass im Herzen“
Versuchter Amoklauf in Bayern: Manifest aufgetaucht
10.07.2026 – 13:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Teenager betritt seine ehemalige Schule – wohl, um Amok zu laufen. Er hatte wohl schon im Vorfeld im Internet auf sich aufmerksam gemacht.
Nach der versuchten Amoktat von Schongau kommen immer neue Details zu dem mutmaßlichen Täter ans Licht. Wie der „Spiegel“ am Freitag berichtet, soll der 16-Jährige wohl im Vorfeld ein mehrseitiges „Manifest“ im Internet veröffentlicht haben, in dem er Amokläufe und andere Gewalttaten verherrlicht. Die Staatsanwaltschaft München II bestätigte der Deutschen Presse-Agentur die Kenntnis des 19-seitigen Dokuments.
„Digitale Spuren“ legen laut „Spiegel“ nahe, dass das Dokument von dem mutmaßlichen Täter verfasst wurde. In dem Schreiben werden laut dem Bericht auch rechtsextreme Anschläge verherrlicht. Die Ermittler würden den Verfasser der Online-Subkultur, der „Attentäter-Fanszene“ zuordnen. Der Verfasser des Textes bezeichnet sich selbst als „Incel“ – ein Begriff für junge, misogyne Männer, die sich von Frauen abgelehnt fühlen.
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Der Verfasser beschreibe sich als „hoffnungslosen 16-Jährigen mit viel zu viel Hass im Herzen“. Zudem beleidige er Muslime, Schwule und Trans-Personen.

Versuchter Amoklauf: Dann versagt die Waffe des Täters
Am Mittwoch soll der 16-Jährige auf dem Gelände eines Gymnasiums im oberbayerischen Schongau zwei 13-jährige Mädchen mit einem Messer schwer verletzt haben. Zudem hatte er laut Polizei eine Schusswaffe bei sich – die aber bereits nach dem ersten Schuss versagte. Der Teenager wurde von Lehrkräften und Polizisten überwältigt. Die beiden Opfer befinden sich noch im Krankenhaus, schweben aber nicht mehr in Lebensgefahr.
Ermittler prüfen, ob die Waffe aus einem 3D-Drucker stammen könnte. Zudem werde untersucht, ob der Täter die Tat per Livestream auf TikTok übertragen wollte.
Der mutmaßliche Täter war den Sicherheitsbehörden bereits bekannt. Bereits 2025 hatte die Staatsanwaltschaft München II gegen ihn ermittelt, weil er Mitschüler bedrohte und in sozialen Medien Amokläufe verherrlichte.










