Bittere Umfrage für Merz

AfD überholt erstmals Union im „Deutschlandtrend“

07.05.2026 – 18:25 UhrLesedauer: 2 Min.

Kanzler Friedrich Merz (CDU): Er wollte die AfD eigentlich „halbieren“ – nun steht sie in Umfragen vor der Union. (Quelle: Sebastian Gollnow)

Die AfD zieht nun auch im ARD-„Deutschlandtrend“ an der Union vorbei. Die Beliebtheitswerte des Kanzlers erreichen unterdessen einen Tiefstwert.

Die Grünen verbessern sich im „Deutschlandtrend“ leicht (plus 1) und erreichen 15 Prozent, während die Linke bei 10 Prozent stehen bleibt. Ebenfalls unverändert ist die Zustimmungsrate für das BSW, das derzeit 3 Prozent erreicht. Die FDP verbessert sich um einen Prozentpunkt auf 4 Prozent.

Laut „Deutschlandtrend“ ist nach rund einem Jahr Schwarz-Rot auch die Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) größer denn je. Mit der Arbeit des Kanzlers sind demnach 16 Prozent zufrieden, das sind fünf Prozentpunkte weniger als im April. Unzufrieden sind demnach 83 Prozent (plus 7). Das sei der schlechteste Wert, der im „Deutschlandtrend“ je für einen amtierenden Bundeskanzler gemessen worden sei.

Zum Vergleich: Im Juni 2025, also rund einen Monat nach Amtsantritt, lag die Zufriedenheit mit dem Regierungschef noch bei 39 Prozent. Der niedrigste Wert seines Amtsvorgängers Olaf Scholz (SPD) lag demnach im September 2024 bei 18 Prozent. 69 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Merz seinem Amt nicht gewachsen ist, 25 Prozent sehen das anders. Im August vergangenen Jahres waren noch 42 Prozent der Meinung gewesen, dass der 70-jährige Sauerländer seinem Amt gewachsen sei.

Aus der Umfrage geht hervor, dass vor allem die Kommunikation des Kanzlers bei der Bevölkerung nicht gut ankommt. Demnach finden nur 14 Prozent der Befragten, dass er überzeugend kommuniziert (minus 20 im Vergleich zu August 2025). 82 Prozent (plus 21) sehen das anders. Merz hatte im April in einem „Spiegel“-Interview selbst Defizite in der Kommunikation über die Regierungspolitik eingeräumt. „Ich kann da in der Tat noch besser werden“, sagte der Kanzler damals.

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