Turm mit Skywalk und Rutsche

Attraktion im Harz – für Schwindelfreie


Aktualisiert am 15.06.2026 – 19:34 UhrLesedauer: 2 Min.

Blick auf den Harzturm: Der Aussichtsturm ist rund 65 Meter hoch. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)

Im Harz steht ein besonders hoher Aussichtsturm. Ein Besuch lohnt sich für alle Adrenalinjunkies – denn runter geht es rasant.

Er bietet perfekte Sicht auf den Brocken: Rund eineinhalb Autostunden von Hannover entfernt, steht in Torfhaus der Harzturm. Nach Betreiberangaben handelt es sich bei dem 65 Meter hohen Gebäude um den höchsten deutschen Aussichtsturm in Holz-Stahlkonstruktion.

Wer hochsteigt oder mit dem Fahrstuhl hochfährt, dem bietet sich auf zwei Panoramaaussichtsplattformen ein 360-Grad-Rundblick auf den Harz. Dort oben lassen sich wunderbar Fotos schießen, weshalb die Betreiber den Turm als „Instagram-Hotspot“ ausrufen. Besucher können in 45 Metern Höhe auf dem gläsernen Skywalk umherlaufen – sofern sie schwindelfrei sind.

Auf 45 Metern Turmhöhe befindet sich neben zwei Panoramaplattformen und dem Startpunkt einer Rutsche auch ein Skywalk. (Quelle: Ulrich Stamm/imago)

Harzturm: Runter geht es über die Rutsche

Beim Weg nach unten bietet sich ihnen noch eine Besonderheit: Wer mag, nimmt die Erlebnisrutsche „Rasantia“, die die Turmschraube umschlingt. Ihr Name ist Programm: Bei der Rutschpartie mit einer Länge von 110 Metern warten rasante Kurven und jede Menge Sound- und Lichteffekte. Die Rutschenden sind mit rund 25 Kilometern pro Stunde unterwegs, ihre genaue Geschwindigkeit erfahren sie vor Ort, sie wird gemessen. Gut zu wissen: Kinder dürfen die Rutsche erst ab einer Körpergröße von 1,30 Meter benutzen.

In dem Turm befinden sich zudem ein Restaurant und ein Souvenirshop. Der Bau hat rund 10 Millionen Euro gekostet, Land und Bund förderten ihn mit etwa 1,4 Millionen Euro.

Betriebsleiterin Anne Schröder sitzt am Start der Rutsche des Harzturms: Die Rutsche ist 110 Meter lang. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa-bilder)

Der Harzturm wurde im November 2023 eröffnet, zunächst konnten Besucher ihn nur in Zusammenhang mit einer Führung betreten. Das geht seit Ende Juli 2024 auch auf eigene Faust.

Ursprünglich war die Eröffnung für das Frühjahr 2022 geplant gewesen. Die Fertigstellung des Turms hatte sich aber mehrfach verschoben. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise führten dazu, dass Baumaterialien nur schwer zu beschaffen waren.

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