„Ich bin für keine Nazis“
Mit gläsernen Augen: Lukas Podolski reagiert auf Kritik
10.09.2026 – 17:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Umgang mit der Band Alphaville im Vorfeld des „Glücksgefühle“-Festivals löste scharfe Kritik aus. Auch Lukas Podolski geriet ins Visier und zeigt sich nun emotional.
Der Umgang mit der Band Alphaville im Vorfeld des „Glücksgefühle“-Festivals hat für erhebliche Diskussionen gesorgt und scharfe Kritik ausgelöst. Im Zentrum der Kontroverse stehen die Festivalmacher Markus Krampe und Ex-Fußballer Lukas Podolski. Während Krampe die Entscheidung zur Ausladung der Band verantwortete, geriet auch Podolski ins Kreuzfeuer der Kritik – obwohl er nach eigenen Angaben nicht in die Entscheidung involviert war. Nun hat sich Podolski emotional zu den Vorwürfen geäußert und seine Haltung klargestellt.

„Ich lasse mich nicht in eine Ecke stellen. Ich bin mit allerlei Nationen aufgewachsen, ich habe schwule Freunde, ich habe Freunde aus allen Ländern, ich habe die ganze Welt bereist“, betonte Podolski mit feuchten Augen bei „SternTV“. Besonders getroffen habe ihn der Vorwurf, er könne mit rechtsextremen Positionen sympathisieren.
„Ich bin für keine Nazis, oder was da geschrieben wird“, erklärte er und verwies auf seine familiäre Geschichte. Podolski, der polnische Wurzeln hat, erinnerte an die Erfahrungen seiner Großeltern während des Zweiten Weltkriegs: „Meine Großeltern kommen aus Polen und was sie damals erlebt haben, das weiß ich und das kriege ich auch immer wieder erzählt. Alleine deshalb hat mich das getroffen.“
Die Kritik an Podolski entstand im Zuge der Entscheidung, Alphaville auszuladen. Die Band war ursprünglich für das Festival eingeplant, wurde jedoch später mit der Begründung ausgeladen, dass das Festival „keine Plattform für politische Äußerungen“ bieten wolle. Alphaville hatte sich zuvor mehrfach politisch geäußert, was offenbar zu Spannungen führte. Festivalveranstalter Markus Krampe entschuldigte sich später öffentlich für die Entscheidung und lud die Band erneut ein. Alphaville akzeptierte die Entschuldigung, lehnte den Auftritt jedoch ab und verzichtete auf eine Teilnahme am Festival.
Markus Krampe erklärte bei „SternTV“, wie es zu der Entscheidung kam. „Wir hatten mit Alphaville eine Veranstaltung, eine 80er-Party in Hamburg, und ich wusste bis dahin gar nicht, dass sie politische Statements zwischenschmeißen. Das habe ich da gehört und dann habe ich mit dem Management gesprochen.“ Krampe betonte, dass er grundsätzlich Haltung schätze, jedoch darum gebeten habe, politische Äußerungen bei seinen Events zu vermeiden. „Dann wurde es emotional. Ich bin dann so dämlich gewesen und habe gesagt: ‚Dann bleibt zu Hause.‘ Das habe Alphaville dann auch gemacht.“