Champions-League-Auftakt
DFB-Profi sauer nach Klatsche: „Ordentlich auf den Deckel gekriegt“
11.09.2026 – 00:07 UhrLesedauer: 2 Min.
RB Leipzig verliert sein erstes Champions-League-Spiel der Saison bei Debütant Como deutlich. Der Kapitän findet anschließend unmissverständliche Worte.
Die Kulisse traumhaft, das Spiel ein Alptraum: RB Leipzig ist bei Emporkömmling Como 1907 phasenweise chancenlos und erneut mit einer Niederlage in die Champions League gestartet.
Am Ufer des Comer Sees war der vor sieben Jahren noch viertklassige italienische Neuling nicht zu stoppen und sicherte sich durch die Tore von Martin Baturina (15. Minute), Tasos Douvikas (38.), Assane Diao (54.) und Maximo Perrone (90.) ein 4:1 (2:0) gegen den Bundesligisten. Andrija Maksimovic (58.) gelang nur der Ehrentreffer.
Nach dem krachenden Fehlstart meldete sich RB-Kapitän David Raum bei DAZN zu Wort. Der deutsche Nationalspieler wurde deutlich: „Das fühlt sich gerade echt kacke an. Wir haben heute ordentlich einen auf den Deckel gekriegt. Das war kein guter Auftritt von uns und wir müssen schleunigst etwas ändern“, forderte der 28-Jährige.
Schon am vergangenen Wochenende hatten die Leipziger beim 1:3 bei Werder Bremen in der Bundesliga eine deutliche Niederlage kassiert. Der neue Trainer Martin Demichelis hatte daraufhin eine Reaktion gefordert, doch die blieb aus. Damit wächst der Druck auf den Argentinier bereits früh in der Saison.
Demichelis: „Der Gegner war viel besser als wir“
Demichelis gestand: „Der Gegner war viel besser als wir. Es ist schwer, gute Dinge zu finden, wenn du 1:4 in der Champions League verlierst. Als Trainer gibt es viele Dinge zu analysieren und es gibt einfache Dinge zu korrigieren.“
Bei der letzten Champions-League-Teilnahme war Leipzig nach dem ersten Spieltag ebenfalls punktlos geblieben und am Ende mit nur einem Sieg aus acht Spielen ausgeschieden. Für Como war der Abend ein Fest. Das Stadion fasst nur 11.000 Zuschauer – und war seit Wochen ausverkauft. Klubpräsident Mirwan Suwarso und weitere Führungskräfte verzichteten auf ihre Sitzplätze. Diese gingen stattdessen an 70 Fans, die 1950 oder früher geboren sind. Suwarso erklärte: „Wir wollten, dass diese Plätze an diejenigen gehen, die am längsten gewartet haben.“