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Home » Tanken wird noch teurer: Niedrigwasser treibt Spritpreise hoch
Mobilität

Tanken wird noch teurer: Niedrigwasser treibt Spritpreise hoch

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 18, 2026
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Niedrigwasser treibt die Spritpreise

Tanken wird noch teurer


Aktualisiert am 18.08.2026 – 15:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Entkoppelte Preise: Der ADAC kritisiert die aktuellen Spritkosten als deutlich zu hoch. (Quelle: IMAGO/Rolf Poss)

Der Rhein führt Niedrigwasser – und das hat direkte Auswirkungen an der Zapfsäule. Für Autofahrer in drei Bundesländern ist der Sprit gerade besonders teuer.

Wer in Nordrhein-Westfalen, Hessen oder Rheinland-Pfalz tankt, zahlt aktuell den höchsten Preis in Deutschland. Schuld ist das Niedrigwasser im Rhein. Es behindert die Tankschiffe und treibt die Preise mittlerweile auch im bundesweiten Durchschnitt nach oben, wie eine aktuelle Preisauswertung des ADAC zeigt.

Demnach klafft zwischen den Bundesländern eine gewaltige Lücke: In Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Bayern tanken Autofahrer derzeit deutlich günstiger. Der Abstand zwischen dem billigsten und dem teuersten Bundesland beträgt mehr als 8 Cent pro Liter.

Engstelle Kaub: Der niedrige Rheinpegel verknappt Transporte von Kraftstoff nach West- und Süddeutschland. Dadurch wird der Sprit nochmals teurer.Vergrößern des Bildes
Engstelle Kaub: Der niedrige Rheinpegel verknappt Kraftstofftransporte nach West- und Süddeutschland. Dadurch wird der Sprit nochmals teurer. (Quelle: IMAGO/Sepp Spiegl)

Der Rhein blockiert den Nachschub

Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte des ADAC, sieht die Ursache vor allem beim Rhein. Das Niedrigwasser erschwert die Logistik im Westen. Dieser Sonderfaktor zieht laut Laberer den bundesweiten Durchschnitt um einige Cent nach oben.

Dabei ist Sprit ohnehin teurer, als es die Rohstoffmärkte rechtfertigen. Ein Blick auf den Ölpreis und den Dollar-Wechselkurs zeigt: Die Konzerne verlangen an den Zapfsäulen aktuell zu viel. In den vergangenen Monaten kostete Rohöl teilweise deutlich mehr als heute. Dennoch klettern die Preise jetzt wieder Richtung Allzeithoch.

Am Montag kostete ein Liter Super E10 im Tagesdurchschnitt 2,169 Euro – ein Plus von 0,8 Cent zum Sonntag. Damit fehlt nur noch wenig bis zum Rekordwert aus dem März 2022. Diesel verteuerte sich um 0,9 Cent auf 2,252 Euro pro Liter. Auch die Daten vom Dienstagmorgen deuteten auf steigende Preise.

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Wo Tanken weniger teuer ist

Für den regionalen Vergleich hat der ADAC die Preise am Dienstag um 11 Uhr gemessen. Seit Einführung der 12-Uhr-Regel ist dies einer der günstigsten Momente des Tages, da Tankstellen ihre Preise erst mittags wieder erhöhen dürfen.

Am wenigsten teuer blieb es im Osten und im Süden:

  • Mecklenburg-Vorpommern meldet 2,078 Euro für E10 und 2,172 Euro für Diesel.
  • Berlin folgt dicht dahinter. Hier führt eine hohe Tankstellendichte zu hartem Preiswettbewerb.
  • Bayern profitiert von seiner Lage. Der Freistaat bezieht sein Rohöl über Pipelines aus dem Süden und ist somit vom Rhein unabhängig.

Am härtesten trifft es die Autofahrer im Westen. Bei E10 liegt Hessen mit 2,164 Euro pro Liter an der Spitze, dicht gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Beim Diesel ist Nordrhein-Westfalen mit 2,254 Euro pro Liter am teuersten.

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