In manchen Fällen kann zudem eine Magnetresonanztomografie (MRT) nötig sein.
Behandlung einer Bakerzyste
Hat eine Erkrankung eine Bakerzyste verursacht, bildet sich die Wölbung häufig von allein zurück, sobald die Ursache beseitigt oder von allein abgeklungen ist. Daher ist es wichtig, stets die zugrundeliegende Erkrankung zu erkennen und zu behandeln. Andernfalls kann die Zyste über mehrere Jahre hinweg bestehen bleiben.
Die Bakerzyste selbst muss nicht behandelt werden, solange sie keine Beschwerden bereitet. Treten Symptome auf, können verschiedene Maßnahmen vorübergehend Linderung bringen.
Bei Schmerzen können Salben oder Wickel mit entzündungshemmenden Wirkstoffen wie Diclofenac helfen. Nach ärztlicher Rücksprache kann die betroffene Person zudem Schmerzmittel wie Diclofenac oder Ibuprofen einnehmen. Diese Behandlung sollte jedoch nicht länger als wenige Tage dauern.
Viele Patientinnen und Patienten empfinden es als wohltuend, das Bein nach körperlicher Anstrengung zu schonen und hochzulegen. Auch ein Stützverband kann die Symptome lindern. Manche Betroffene empfinden Kälte in der Kniekehle als angenehm, andere Wärme.
Bei stärkeren Beschwerden kommt eine Entlastungspunktion infrage. Dabei sticht die Ärztin oder der Arzt mit einer Nadel in die Zyste oder das Gelenk und leitet die in der Zyste befindliche Flüssigkeit ab. Zusätzlich kann sie oder er ein Kortisonpräparat spritzen, welches eine entzündungshemmende Wirkung hat. Solange die Ursache nicht beseitigt wird, füllt sich die Zyste jedoch nach einiger Zeit erneut mit Flüssigkeit.
Je nachdem, welche Erkrankung die Bakerzyste ausgelöst hat, kommen weitere Behandlungsmaßnahmen infrage. Zum Beispiel kann bei einer Arthrose eine Physiotherapie sinnvoll sein, um die Muskeln zu stabilisieren.
Ist eine Bakerzyste sehr groß und fühlt sich die Person dadurch stark beeinträchtigt, wird die Ärztin oder der Arzt eventuell eine Operation in Erwägung ziehen. Dann sollte nicht nur die Zyste entfernt, sondern möglichst auch ihre Ursache beseitigt werden: Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Bakerzyste nach einiger Zeit erneut bildet.
Fazit: Bakerzyste im Überblick
Eine Bakerzyste ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Ausstülpung in der Kniekehle. Häufig entsteht sie durch einen Schaden des Kniegelenks, wenn sich zu viel Gelenkflüssigkeit bildet. In vielen Fällen bleibt die Zyste unbemerkt, sie kann jedoch auch zu Beschwerden führen. Um eine Bakerzyste von anderen Erkrankungen wie einer Thrombose abzugrenzen, ist bei Symptomen wie einer Schwellung, einer Rötung und/oder Schmerzen eine rasche ärztliche Abklärung wichtig. Steht fest, dass es sich tatsächlich um eine Bakerzyste handelt, sollte – wenn möglich – die dahinterstehende Grunderkrankung behandelt werden. Kleine Zysten bilden sich dann oft von allein wieder zurück.









