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Home » Hohe Zinssätze: Diese Lockangebote sind spitze
Wirtschaft

Hohe Zinssätze: Diese Lockangebote sind spitze

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 2, 2026
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Hohe Zinssätze: Diese Lockangebote sind spitze

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Banken überbieten sich gegenseitig mit hohen Zinsen auf das Tagesgeld. Was von solchen Lockangeboten zu halten ist.

Drei Prozent, 3,25 Prozent, 3,5 Prozent – es geht fast zu wie auf dem Basar. Banken überbieten sich gegenseitig und buhlen mit hohen Tagesgeldzinsen um das Geld neuer Kunden. Oft steckt pures Marketing dahinter. Die Hoffnung ist, dass die neuen Kunden nicht nur ein Tagesgeldkonto eröffnen, sondern in der Folge dann auch andere Produkte nutzen. Mitunter ist das Tagesgeld mit dem Superzins sogar gleich an die Eröffnung eines Depots oder eines Girokontos gebunden. Auf jeden Fall zahlen die Banken die Superzinsen nicht, weil sie ihren Kunden Gutes tun wollen oder irgendwie gemeinnützig unterwegs sind. Es sind Lockangebote.

Spitzenzinsen für einen begrenzten Zeitraum

Eigentlich wird vor ihnen ja immer gewarnt. In diesem Fall aber eher nicht. Denn diese Lockangebote lohnen sich richtig. Und Sie können sie getrost mitnehmen. Es spricht eigentlich nichts dagegen.

Trotzdem sollten Sie genau hinschauen und vergleichen. Oft sind die Superzinsen zeitlich befristet. Nach drei oder sechs Monaten gibt es dann nur noch die Zinsen, die auch Bestandskunden bekommen. Und die sind meistens deutlich geringer. Das akzeptieren Sie dann entweder oder Sie ziehen mit Ihrem Tagesgeld weiter zur nächsten Bank, die hohe, zumindest aber höhere Zinsen bietet.

Ist das Lockangebot daran gebunden, dass Sie auch ein Depot eröffnen, ist das unkritisch. Sie müssen ja nicht handeln. Müssen Sie ein Girokonto eröffnen, ist im Grunde auch dagegen nichts zu sagen, wenn das Girokonto gebührenfrei ist. Kostet es, dann gilt es zu rechnen. Lohnt sich das unter dem Strich noch? Bedenken Sie dabei bitte auch, dass eine Anhäufung von Girokonten bei der Schufa nicht ganz so gut ankommt. Aber vielleicht wollen Sie ja sowieso wechseln? Dann passt es vielleicht.

Zinshopping lohnt sich nicht immer

Eine interessante und immer wieder gestellte Frage lautet: Lohnt sich Zinshopping überhaupt? Es kommt auf die Zinsen an, aber vor allem auch auf Ihre Anlagesumme. Mit 1.000 Euro von Bank zu Bank zu wechseln, ergibt wenig Sinn. Denn der Zinsvorteil bringt Ihnen dann nur einige wenige Euro. Anders sieht es bei 10.000, 20.000 oder mehr aus. Apropos Anlagesumme: Oft sind die Lockangebote auch auf eine bestimmte Summe begrenzt. Auch darauf sollten Sie achten.

Ebenso auf die Einlagensicherung. Für Banken mit Sitz in der Europäischen Union (EU) gilt ein gesetzlicher Schutz für Spargeld in Höhe von 100.000 Euro pro Anleger und Bank. In Deutschland bieten die Finanzinstitute oft weit über das EU-Minimum hinausgehende Absicherungen oder eine unbegrenzte Institutssicherung an. Bei Banken mit Sitz außerhalb der EU kann es anders aussehen. Bankpleiten sind zwar selten, aber sie passieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt nicht mehr als 100.000 Euro pro Bank an. Wer vermögend ist, hat dann eben mehrere Tagesgeldkonten bei verschiedenen Anbietern.

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