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Home » Adipositas-Prävention könnte 200 Milliarden Euro bis 2060 einsparen
Gesundheit

Adipositas-Prävention könnte 200 Milliarden Euro bis 2060 einsparen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 30, 2026
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Adipositas-Prävention könnte 200 Milliarden Euro bis 2060 einsparen

Verdopplung bis 2060 möglich

Diese Krankheit kostet Deutschland Milliarden


30.07.2026 – 07:45 UhrLesedauer: 2 Min.

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Starkes Übergewicht hat gesundheitliche Folgen (Symbolbild): Das Risiko für 200 Folgekrankheiten steigt. (Quelle: Lacheev/getty-images-bilder)

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Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Kosten durch starkes Übergewicht deutlich ansteigen. Dabei liegt in der Prävention einer der wirksamsten Hebel zur Kostensenkung im Gesundheitssystem.

Die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems steht vor großen Herausforderungen. Ein Umstand, der Fachgesellschaften und Unternehmen dazu veranlasst, erneut Sparpotenziale aufzuzeigen, die noch nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Dazu gehört auch, konsequenter gegen starkes Übergewicht (Adipositas) vorzugehen. Schon jetzt verursacht die Erkrankung in Deutschland jährlich Kosten von rund 113 Milliarden Euro. Laut einer Prognose der World Obesity Federation könnten diese Kosten bis 2060 auf bis zu 216 Milliarden Euro pro Jahr steigen.

In ihrem aktuellen Bericht schreibt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) daher, dass Adipositas nicht nur ein gesundheitliches, sondern auch ein großes wirtschaftliches Problem sei. Laut OECD ist die Behandlung von Adipositas einer der wirksamsten wirtschaftlichen Hebel überhaupt – wirksamer als die Bekämpfung von Rauchen oder Luftverschmutzung.

Wichtig

Starkes Übergewicht ist nicht einfach die Folge von falscher Ernährung oder mangelnder Bewegung. Adipositas gilt als chronische Erkrankung mit vielen Ursachen. So spielen etwa Stoffwechselprozesse, genetische Faktoren oder die Ernährung in der Kindheit eine Rolle.

  • „Ungerecht und ohne Sinn“: Übergewicht behandeln – so viel müssen Betroffene selbst zahlen
  • Unerklärliche Gewichtszunahme: Diese Krankheiten können das Körpergewicht ansteigen lassen

Warum die Kosten steigen

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts leben 53 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mit Übergewicht, rund 20 Prozent haben Adipositas. Prognosen zufolge werden bis zum Jahr 2050 weltweit mehr als die Hälfte aller Erwachsenen sowie ein Drittel der Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder adipös sein.

Mit wachsenden Zahlen an Betroffenen steigen auch die Kosten. Sie sind vor allem auf die Behandlung von Begleiterkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Gelenkprobleme und Krebs zurückzuführen. Adipositas ist ein Risikofaktor für über 200 Folgeerkrankungen. Hinzu kommen indirekte Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten, eingeschränkte Arbeitsfähigkeit und vorzeitige Sterblichkeit. Allein die Kosten durch vorzeitige Sterblichkeit könnten bis 2060 auf knapp 126 Milliarden Euro anwachsen.

  • Verändert die Sinne: Unbekannte Nebenwirkung von Abnehmspritzen entdeckt
  • „Immer mehr Krebserkrankungen“: Studie entdeckt möglichen weiteren Krebsfaktor

Adipositas-Prävention ist ein großer wirtschaftlicher Hebel

Die OECD hat berechnet, dass eine Reduktion der Adipositasfälle auf das Niveau der besten 25 Prozent der OECD-Länder allein in Deutschland jährlich über 8 Milliarden US-Dollar an Gesundheitsausgaben einsparen könnte. Zudem könnten rund 7.300 vorzeitige Todesfälle vermieden und das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gesteigert werden.

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