280 Jobs weg
Bertelsmann schließt Druckerei in Bayern
Aktualisiert am 29.07.2026 – 19:41 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Nachfrage nach gedruckten Zeitschriften sinkt seit Jahren rapide. Nun trifft die Entwicklung die Druckerei Vogel Druck in Unterfranken.
Die zum Bertelsmann-Konzern gehörende Druckerei Vogel Druck in Unterfranken soll wegen roter Zahlen spätestens Ende 2027 schließen. Damit werden etwa 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze verlieren. Das in Höchberg im Kreis Würzburg ansässige Unternehmen will zeitnah sozialverträgliche Lösungen finden, wie die Muttergesellschaft Bertelsmann Marketing Services mitteilte.
Vogel Druck arbeitet eigenständig, gehört aber zum Bertelsmann-Konzern. Druckereichef Ulrich Cordes ist gleichzeitig Finanzvorstand der Bertelsmann Marketing Services. Unter dem Dach letzterer sind eine ganze Reihe von Tochtergesellschaften innerhalb und außerhalb Deutschlands vereint, darunter mehrere Druckereien.
Cordes begründete die bevorstehende Schließung von Vogel Druck mit den seit längerer Zeit eingetretenen Verlusten, eine Besserung der Marktsituation sei nicht absehbar. Demnach ist die Nachfrage nach gedruckten Zeitschriften und Katalogen in den vergangenen Jahren stark gesunken. Die Geschäftsführung will nun in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern die Rahmenbedingungen für die geplanten sozialverträglichen Lösungen aushandeln.
Vogel Druck geht auf einen Fachverlag zurück, den Carl Gustav Vogel 1891 gegründet hatte. Sie hat sich auf die Produktion von Zeitschriften, Magazinen und Katalogen im sogenannten Rollenoffsetdruck spezialisiert. Die Großdruckerei hat Kunden in den Bereichen Verlage, Industrie, Handel und Dienstleistungen. Vogel druckt beispielsweise das Magazin „Servus“, die englischsprachige Wochenzeitung „The Economist“ oder für Springer Medizin, ein Portal für Ärzte und Ärztinnen, heißt es auf der Internetseite der Druckerei.










