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Home » Gehalt von Managern soll gekürzt werden
Wirtschaft

Gehalt von Managern soll gekürzt werden

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 29, 2026
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Gehalt von Managern soll gekürzt werden

Tausende Stellen fallen weg

BMW plant wohl Lohnkürzungen für Manager


29.07.2026 – 15:17 UhrLesedauer: 2 Min.

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Das BMW-Logo ist an einem Messestand zu sehen (Symboldbild): Der Autobauer schrumpft. (Quelle: Johannes Neudecker/dpa/dpa-bilder)

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Die Münchener Autobauer müssen sparen, es fallen tausende Stellen weg. Einem Medienbericht zufolge geht es auch um Lohnkürzungen.

BMW muss sparen und will bis Ende 2027 rund 8.000 Arbeitsplätze vor allem in Deutschland abbauen. Der Chef des Münchener Konzerns schwor am Mittwoch die Belegschaft auf eine tiefgreifende Zäsur ein. „Dieses Mal sprechen wir von einer substanziellen Veränderung der Spielregeln unserer Industrie und damit der Grundlage unseres Geschäftsmodells“, sagte BMW-Chef Milan Nedeljkovic bei einer Betriebsversammlung in München nach Informationen aus Teilnehmerkreisen. „Weder der Protektionismus noch die gravierenden Marktveränderungen werden wieder verschwinden.“

Doch es sollen nicht nur Stellen abgebaut werden. Wie die „Wirtschaftswoche“ von Insidern des Konzerns erfahren haben will, sollen ab April 2027 auch die Löhne von leitenden Angestellten gekürzt werden. Laufen soll dies über eine pauschale Reduktion der Arbeitszeit von 40 auf 35 Stunden die Woche für alle Beschäftigten. Diejenigen, die aktuell noch Verträge über 38 oder 40 Stunden haben, müssten daher mit Gehaltseinbußen rechnen. Nach Angaben der „Wiwo“ gelte dies für qualifizierte, leitende Angestellte – alle anderen haben standardmäßig schon jetzt 35-Stunden-Verträge.

BMW will mit Abfindungen locken

Die deutsche Autoindustrie leidet vor allem unter einem stark sinkenden Absatz in China und den erhöhten US-Importzöllen. Anders als bei Volkswagen, wo die Fertigung in gleich vier Konzernwerken in Deutschland Anfang der 2030er Jahre auslaufen könnte, bleibt die Produktion von BMW vom Stellenabbau unberührt. Zehntausende Büroangestellte erhalten hingegen ein Angebot zum freiwilligen Ausscheiden, das möglichst rund 8.000 von ihnen annehmen sollen. Laut einem Bericht des „Münchener Merkur“ kämen bis zu 50.000 Arbeiter grundsätzlich für das Abfindungsprogramm infrage.

Über die Höhe der Abfindungen war nichts bekannt, dem „Merkur“ zufolge sollen sie sich aber an die Dauer der Betriebszugehörigkeit und an dem Bruttomonatsgehalt orientieren. Je länger ein Mitarbeiter schon dabei ist, desto höher demnach die mögliche Abfindung. Auch bei Volkswagen hatte es in den letzten Jahren ein Abfindungsprogramm gegeben. Medienberichten zufolge zahlte VW bis zu 450.000 Euro plus Turboprämie, wer sich schnell entschieden hatte.

Stellenabbau soll bis Ende 2027 laufen

„Mir ist bewusst, dass die nächste Zeit uns allen viel abverlangen wird“, sagte BMW-Chef Nedeljkovic. Abgeschlossen sein soll der Stellenabbau Ende 2027, die ersten spürbaren Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis erwartet BMW ab 2028.

Allein im vergangenen Jahr sank die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie nach amtlicher Statistik um knapp 50.000 oder sechs Prozent auf gut 721.000. Das war der tiefste Stand seit 2011. Vor allem bei Zulieferern gingen Arbeitsplätze verloren. „Es geht nicht nur um den Abbau von ein paar Arbeitsplätzen, sondern um die Überlebensfähigkeit der Autoindustrie am Standort Deutschland“, sagte Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management. Um die Lage zu verbessern, müssten die Arbeitskosten gesenkt werden. Dabei sei auch die Politik gefragt, die Einfluss auf die Lohnnebenkosten habe.

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