Anfrage aus Brasilien
Bittencourt: Wechsel zum 1. FC Köln verhinderte Olympia-Medaille
17.07.2026 – 17:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Ex-FC-Profi Leonardo Bittencourt hätte sowohl für Deutschland als auch für Brasilien spielen können. Am Ende entschied ein Wechsel zum 1. FC Köln.
Der ehemalige FC-Profi Leonardo Bittencourt wäre beinahe für die brasilianische Nationalmannschaft aufgelaufen. Scouts und das Trainerteam der Selecao hätten ihn im Jahr 2014, als Bittencourt noch bei Hannover 96 spielte, beobachtet. Das verriet der mittlerweile 32-Jährige im Podcast „Doppelsechs“ der „Lausitzer Rundschau“. Ausgerechnet sein Wechsel zum 1. FC Köln habe dann allerdings verhindert, dass er tatsächlich für die Nationalmannschaft auflief.
Bittencourt erklärte, er habe das Angebot gehabt, zunächst für die U21-Auswahl der Brasilianer auflaufen zu können. Eine weitere Option wäre gewesen, weiterhin das Trikot des DFB zu tragen. Beide Nationen hätten Bittencourt als potenziellen Spieler für ihren Kader bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gesehen – der Heimat von Bittencourts Vater Franklin.
Leonardo Bittencourt: Wechsel zum 1. FC Köln verhinderte Olympia-Gold
Bei den Olympischen Spielen dürfen pro Mannschaft nur maximal drei Spieler auflaufen, die älter als 23 Jahre sind. Daher schicken viele Nationen einen Großteil ihrer U21-Auswahlen zum Kampf um die Medaillen. Bittencourt hätte aufgrund seiner Herkunft die Möglichkeit gehabt, gleich für zwei Mannschaften aufzulaufen. Er hätte sich im Sommer 2015 entscheiden sollen – zu diesem Zeitpunkt stand aber ein Wechsel zum 1. FC Köln an.
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„Am Ende habe ich mich entschieden, gar nicht bei Olympia mitzumachen, weil es mit dem 1. FC Köln so abgesprochen war und ich mich auf die Vorbereitung konzentrieren wollte“, erklärte Bittencourt weiter. Nach einer glücklosen Zeit bei Borussia Dortmund und einem Intermezzo in Hannover wollte er in Köln den nächsten Karriereschritt gehen. Aus der Rolle des Talents kam Bittencourt allerdings nicht wirklich heraus: Er absolvierte nie ein A-Länderspiel für Deutschland oder Brasilien.
1. FC Köln: Leonardo Bittencourt verpasst erhofften Sprung
Seine Entscheidung hat einen durchaus bitteren Nachgeschmack: Während Bittencourt beim 1. FC Köln weilte, standen sich Brasilien und Deutschland im Finale der Olympischen Spiele gegenüber. Eine Medaille hätte der heute 32-Jährige also sicher gehabt. Am Ende siegte die Selecao denkbar knapp mit 5:4 im Elfmeterschießen.
Leonardo Bittencourt spielte von 2015 bis 2018 beim 1. FC Köln, wechselte nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga aber zur TSG 1899 Hoffenheim. Nach sieben Saisons bei Werder Bremen kehrte der offensive Mittelfeldspieler im Sommer zu seinem Heimatverein Energie Cottbus zurück. Die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz geht als Aufsteiger in die neue Zweitligasaison.










