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Deutschland

SPD kritisiert geplante Kürzungen scharf

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 17, 2026
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SPD kritisiert geplante Kürzungen scharf

„Eines Kulturstaatsministers nicht würdig“

Reeperbahn Festival: Politiker kritisieren geplante Kürzungen


17.07.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kraftklub-Konzert beim Reeperbahn Festival 2022 (Archivfoto): Im September steht die 21. Ausgabe an. (Quelle: IMAGO/xim.gs/imago-images-bilder)

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Die geplanten Kürzungen beim Reeperbahn Festival lösen eine hitzige Kontroverse aus. Vor allem Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht in der Kritik.

Die Debatte um die Kürzungen für das Reeperbahn Festival nimmt neue Ausmaße an. Vom 16. bis zum 19. September wird Hamburgs Kultmeile zum 21. Mal zum Treffpunkt der internationalen Musikszene. Rund um die Reeperbahn finden Hunderte Konzerte und Kulturveranstaltungen statt. Doch in Zukunft soll die Bundesförderung deutlich geringer ausfallen – ein Umstand, der auf Widerstand stößt.

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In den vergangenen Jahren wurde die Bundesförderung bereits schrittweise reduziert, im Haushaltsentwurf 2027 ist jedoch eine weitere drastische Kürzung vorgesehen. 2025 waren es noch 6,27 Millionen Euro, jetzt soll die Förderung auf 3 Millionen Euro sinken – ein Minus von mehr als 50 Prozent.

„Einseitige Schwerpunktsetzung“

Die SPD Hamburg steht dem kritisch gegenüber. „Währenddessen will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer die Bundeszuschüsse für die Bayreuther Festspiele erhöhen. Die SPD-Fraktion Hamburg kritisiert diese einseitige Schwerpunktsetzung scharf“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Logo des Reeperbahn-Festivals (Archivfoto): Im Vorfeld gibt es Diskussionen.Vergrößern des Bildes
Das Logo des Reeperbahn-Festivals (Archivfoto): Im Vorfeld gibt es Diskussionen. (Quelle: IMAGO/xim.gs)

Hansjörg Schmidt, Sprecher für Kreativwirtschaft der SPD-Fraktion Hamburg, kritisiert: „Diese einseitige Schwerpunktsetzung ist eines Kulturstaatsministers nicht würdig.“ Und weiter: „Wer das Reeperbahn Festival schwächt, schwächt den Musikstandort Deutschland.“ Er merkt an, dass das Event kein Hamburger Nischenprojekt sei, sondern „die wichtigste Plattform der deutschen Musik- und Kreativwirtschaft“.

Hansjörg Schmidt über Wolfram Weimer: „Deutliche Schlagseite“

Die bisherigen Kürzungen habe Hamburg mit erheblichen zusätzlichen Landesmitteln abgefedert, merkt Schmidt an. „Doch die Förderung der gesamten deutschen Musikbranche kann und darf nicht allein Aufgabe Hamburgs sein“, ergänzt der 51-Jährige. In der Hansestadt treffen Künstler, Labels, Verlage, Veranstalter und Musikunternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet auf internationale Partner.

Die Kulturpolitik von Wolfram Weimer habe „deutliche Schlagseite“, seine jüngsten Entscheidungen bestätigten diesen Eindruck, so Schmidt. „Statt die kulturelle Vielfalt unseres Landes zu stärken, setzt er die falschen Prioritäten und schwächt mit dem Reeperbahn Festival ausgerechnet einen internationalen Leuchtturm der deutschen Musik- und Kreativwirtschaft“, heißt es abschließend in der Pressemitteilung.

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