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Home » Fahimi fordert Hitze-Ausfallgeld
Politik

Fahimi fordert Hitze-Ausfallgeld

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 17, 2026
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Fahimi fordert Hitze-Ausfallgeld

Gewerkschaftsbund

Fahimi fordert Hitze-Ausfallgeld

Aktualisiert am 17.07.2026 – 05:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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DGB-Chefin Yasmin Fahimi fordert mehr Vorkehrungen gegen Hitze-Gefahren. (Archivfoto) (Quelle: Hannes P. Albert/dpa/dpa-bilder)

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Eine neue Umfrage zeigt das Ausmaß von Hitzestress im Job für Deutschland. Die oberste Gewerkschafterin des Landes fordert: Politik und Arbeitgeber sollen die Menschen damit nicht alleinlassen.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi erwartet zunehmende Arbeitsausfälle durch Hitze und fordert ein neues Hitze-Ausfallgeld. „In extremen Fällen wird zukünftig witterungsbedingter Arbeitsausfall nicht ausbleiben“, sagte Fahimi der Deutschen Presse-Agentur. „Daher ist der Gesetzgeber aufgefordert, hierfür Regelungen zu finden, die ein Ausfallgeld für Beschäftigte und Arbeitgeber zukünftig solidarisch sichern.“

Zahlreiche Beschäftigte seien von Hitzestress besonders betroffen, sagte Fahimi. Unter Berufung auf eine neue DGB-Umfrage nannte sie vor allem Beschäftigte, die draußen arbeiten, unter extremem Zeitdruck stehen oder besonders schwer körperlich arbeiten.

Forderungen nach einem Ausfallgeld mit staatlicher Hilfe hatte es in der Vergangenheit etwa schon von der IG BAU gegeben – und zwar für Tage, an denen Rekordwerte herrschen und es heißen müsse: „runter vom Bau, vom Feld, von der verschmutzten Dachterrasse“. Im Dachdeckerhandwerk gibt es bereits ein Ausfallgeld, wenn ein Arbeitseinsatz bei zu hohen Temperaturen abgesagt werden muss.

Jeder Dritte im Hitzestress

Eine der dpa vorliegende Umfrage im Auftrag des DGB unter 4.000 Beschäftigten zeigt: Schon heute fühlt sich insgesamt mehr als jede und jeder dritte Beschäftigte durch hohe Temperaturen bei der Arbeit stark oder eher stark belastet – vor allem bei Tätigkeiten im Freien. In Innenräumen kommt es demnach auf die Ausgestaltung an. Ohne Sonnenschutz oder Klimaanlage zeigt sich drinnen sogar bis zu jeder Zweite durch Hitze deutlich beeinträchtigt.

Zeitdruck erhöht die Hitzebelastung

Laut der DGB-Befragung hängt das Gefühl, durch Hitze belastet zu sein, auch vom sonstigen Arbeitsstress ab. 23 Prozent der Beschäftigten ohne Zeitdruck geben deutliche Hitzebelastungen an. Bei Beschäftigten, die oft unter Zeitdruck arbeiten, sind es 48 Prozent. Und vielleicht weniger überraschend: Auch körperlich schwere Arbeit geht deutlich öfter mit starker Hitzebelastung einher.

Fahimi erinnerte daran, dass es etwa Pflegekräfte, Paketzusteller oder Einsatzkräfte bei Hitze oft schwer haben. Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds warnte vor Arbeitsausfällen, Produktionseinbrüchen und Unfällen durch Hitze. Jeder Hitzetag koste die Wirtschaft 431 Millionen Euro. „Wir können es uns nicht mehr leisten, untätig zu sein.“ Nötig sei mehr Hitzeschutz.

Schatten, Getränke und lockeres Outfit

Angesichts der nach Erwartung von Klimaexperten immer zahlreicheren Hitzetage mit mindestens 30 Grad Celsius forderte Fahimi „eine ganzheitliche Strategie“. Als praktische Maßnahmen, auf die man sich frühzeitig verständigen könne, nannte die DGB-Chefin etwa Verschattungen oder bereitzustellende Getränke. Falls nötig, sollten die Chefs auch die Kleiderordnung lockern.

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