Kann Mauern unterhöhlen
Gefährliche Superameise ist wieder in Nürnberg aufgetaucht
14.07.2026 – 07:48 UhrLesedauer: 2 Min.
Vier Stadtteile sind betroffen, erste Bekämpfungsmaßnahmen blieben wenig erfolgreich. Auch in Hösbach und Nürnberg ist die invasive Art nachgewiesen.
Die invasive Ameisenart Tapinoma magnum, besser bekannt als Große Drüsenameise, hat sich in Bayern festgesetzt. Neben Aschaffenburg ist auch Nürnberg sowie Hösbach befallen. Nun soll eine Fachfirma aus Darmstadt die Lage unter Kontrolle bringen.
In Aschaffenburg ist die Ameise bereits seit dem vergangenen Sommer nachgewiesen, in Nürnberg sogar schon im Jahr davor: Tapinoma magnum wurde dort 2024 auf privaten Grundstücken im Nürnberger Süden festgestellt. 2025 gab es nach Angaben der Stadtverwaltung keine weiteren Meldungen – bis jetzt.
Invasive Riesenameise in Nürnberger Garten entdeckt
In diesem Jahr allerdings ist nämlich erneut eine Meldung aus einem privaten Garten eingegangen. „Die Art verdrängt in dem von ihr besiedelten Gebiet großflächig andere Insekten“, schlussfolgert eine Sprecherin der Stadtverwaltung Nürnberg.
Konkrete Schäden, etwa an Mauern, wurden bislang jedoch nicht gemeldet. Die Sprecherin der Stadtverwaltung schließt daraus, dass bisher vermutlich eher Schäden am Ökosystem entstanden seien. Die Große Drüsenameise verdrängt in besiedelten Gebieten großflächig andere Insekten und stört somit die Biodiversität.

Die Ameise kann aber auch Mauern unterhöhlen, beispielsweise auf Friedhöfen. Auch in einem Privathaus sei sie in einen Keller eingedrungen.
Bekämpfung nur mit Spezialfirma
Vom hemdsärmeligen Einsatz von Insektiziden durch Privatpersonen rät das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) ab. Eine chemische Bekämpfung solle lizenzierten Fachfirmen überlassen bleiben. In Aschaffenburg wurde daher eine Spezialfirma aus Darmstadt mit der gezielten Bekämpfung beauftragt.
Wer selber mit Insektiziden anrückt, könnte unbeabsichtigt das Grundwasser verunreinigen, zahlreiche nützliche Ameisen- und andere Insektenarten schädigen sowie in Innenräumen die Gesundheit gefährden.
Die Große Drüsenameise siedelt gerne in Wohnsiedlungen, Friedhöfen und Parks. Sie ist im Mittelmeerraum heimisch und wird häufig über den Import von Pflanzen eingeschleppt. Damit gar nicht erst große Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen werden müssen, rät das LfU zu heimischen Pflanzen im Gartenbau. Damit sinkt das Risiko, dass sich dort invasive Arten ansiedeln und man stärkt gleichzeitig den Erhalt der heimischen Artenvielfalt.










