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Home » Parteien kritisieren CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers
Deutschland

Parteien kritisieren CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 14, 2026
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Parteien kritisieren CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers

Neuer CDU-Spitzenkandidat

So reagieren die anderen Parteien auf Stefan Evers

14.07.2026 – 06:02 UhrLesedauer: 2 Min.

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Tobias Schulze (Die Linke, v.l.n.r.), Fraktionsvorsitzender, Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen), Fraktionsvorsitzende, Steffen Krach (SPD), Spitzenkandidat, Stefan Evers (CDU), Finanzsenator und Spitzenkandidat, und Kristin Brinker (AfD), Partei- und Fraktionsvorsitzende sowie Spitzenkandidatin: Kurz nach seiner Wahl zum CDU-Spitzenkandidaten trat Finanzsenator Stefan Evers gemeinsam mit Vertretern anderer Parteien im RBB-Fernsehen auf. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

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Die Berliner CDU hat einen neuen Spitzenkandidaten: Stefan Evers folgt auf Kai Wegner. Doch die anderen Parteien sehen darin nur eine Rochade.

Kaum gekürt, schon in der Kritik: Der neue Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers musste sich noch am Montagabend seiner Nominierung Vorwürfe der anderen Parteien anhören. Nach deren Einschätzung steht der Finanzsenator nicht für einen glaubwürdigen Neuanfang der Union im Wahlkampf.

„Bei der CDU ist es eine Rochade. Ich glaube, einen Politikwechsel sehen wir da nicht“, sagte SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach in einer RBB-„Spezial“-Sendung mit verschiedenen Politikern am Abend. Evers habe den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der in der Vorwoche auf seine Spitzenkandidatur verzichtet hatte, bis zuletzt unterstützt. Das CDU-Wahlprogramm bleibe. „Und von daher ist es weiterhin das System Wegner, was in der CDU das Sagen hat.“

Stefan Evers hat Bildungspolitik seit 2023 mitzuverantworten

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch verwies ebenso wie ihr Linke-Kollege Tobias Schulze darauf, dass Evers als Finanzsenator Kürzungen im Sozial- oder Kulturbereich in den zurückliegenden Jahren zu verantworten habe. AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker sagte: „Das System CDU existiert ja weiter, egal ob Herr Wegner da vorne steht oder Herr Evers.“ Das gelte vor allem, weil Wegner es versäumt habe, auch als Rathauschef zurückzutreten und damit „Tabula rasa“ zu machen. Freilich habe Evers immer „einen flotten Spruch auf den Lippen“, fügte Brinker hinzu.

Evers selbst sagte, er habe die Regierungspolitik seit 2023 in der Tat mitzuverantworten. „Das ist auch etwas, wozu ich sehr selbstbewusst stehe“, so der Finanzsenator. „Das Parteiprogramm muss ich nicht verstecken. Die Erfolge dieser Regierung muss man nicht verstecken.“ Er habe aber auch einen eigenen Stil und wolle im Unterschied zu Wegner neue Akzente setzen. „Tatsächlich ist ja ein Regierender Bürgermeister in einer anderen Rolle. Er hat zu repräsentieren. Ich bin jetzt der Wahlkämpfer, derjenige, der dorthin zu gehen hat, wo es weh tut. Und das werde ich auch tun, Tag für Tag.“

Der CDU-Landesvorstand hatte Evers am späten Nachmittag einmütig zum neuen Spitzenkandidaten der Partei für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September gekürt. Wegner hatte am vergangenen Freitag seinen Rückzug von der Spitzenkandidatur erklärt. Zuvor hatte es monatelange Diskussionen um widersprüchliche und falsche Angaben über sein Krisenmanagement nach dem tagelangen Stromausfall in der Hauptstadt im Januar gegeben.

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