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Home » Extremes Wetter, Konflikte und verantwortungsvoller Tourismus: Wie sich das Reisen im Jahr 2026 verändert
Welt

Extremes Wetter, Konflikte und verantwortungsvoller Tourismus: Wie sich das Reisen im Jahr 2026 verändert

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 3, 2026
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Extremes Wetter, Konflikte und verantwortungsvoller Tourismus: Wie sich das Reisen im Jahr 2026 verändert

Die Zahl der internationalen Touristenankünfte in den Ländern der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stieg im Jahr 2025 um schätzungsweise 3,4 % auf die Rekordzahl von 847 Millionen.

Da jedoch geopolitische Spannungen, verändertes Reiseverhalten und extreme wetterbedingte Ereignisse weiterhin die Tourismuslandschaft prägen, müssen Reiseziele laut einem neuen Bericht ihre Fähigkeit stärken, Unsicherheiten zu antizipieren und sich an sie anzupassen.

So könnten Besucher erleben, dass Reiseziele in Zukunft ihre Herangehensweise an den Tourismus ändern.

In welchen Ländern gab es im Jahr 2025 Rekordankünfte an Touristen?

Der kürzlich veröffentlichte Bericht „OECD Tourism Trends and Policies 2026“ ergab, dass ein Drittel der OECD-Länder damit rechnen, dass die Tourismusleistung bis Ende dieses Jahres das Niveau von 2025 übertreffen wird, wobei viele neue Rekorde brechen. Das Bild variiert jedoch erheblich zwischen den OECD-Ländern.

Vier Länder verzeichneten im Jahr 2025 ein zweistelliges Wachstum und erreichten Rekordwerte bei den Einreisen, angeführt von Finnland (plus 16,5 %), Japan (plus 15,8 %), Korea (plus 15,7 %) und Norwegen (plus 12,5 %). Dies baut auf einer starken Erholung im Jahr 2024 in Korea und Japan auf (plus 48,4 % bzw. 47,1 %), unterstützt durch eine erweiterte Konnektivität und einen schwachen Yen.

Unterdessen gingen die internationalen Touristenankünfte im Jahr 2025 in vier Ländern zurück und haben sich noch nicht wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholt: Kanada (Rückgang um 0,6 %); Deutschland (minus 0,8 %); Irland (minus 2,8 %); und die Vereinigten Staaten (minus 5,5 %).

Auch der Einreisetourismus in Israel wurde durch Konflikte im Nahen Osten erheblich beeinträchtigt, und die Ankünfte bleiben deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie (Rückgang um 70,8 %).

Reisende reagieren auf Krisen mit veränderten Gewohnheiten

Der Bericht zeigt, dass der Konflikt im Nahen Osten die weltweiten Reiseströme gestört und die Kosten erhöht hat, was das Vertrauen der Reisenden belastet.

Länder in der Region sind am stärksten betroffen, ebenso wie Reiseziele, deren Flugverbindungen auf den Golf angewiesen sind. Diese Auswirkungen dürften kurzfristig anhalten.

„Das bedeutet, die Lehren aus der Pandemie und dem Konflikt im Nahen Osten zu nutzen, um die Krisenvorsorge zu stärken und den Tourismus und die Besucherströme zu steuern, um sicherzustellen, dass der Sektor dauerhafte Vorteile bringt“, sagte OECD-Generalsekretär Mathias Cormann.

Bedenken hinsichtlich Sicherheit, Erschwinglichkeit und Stornierungen könnten Reiseentscheidungen beeinflussen und Reisende dazu veranlassen, bekanntere und erschwinglichere Reiseziele, kürzere Aufenthalte und kostengünstigere Optionen zu bevorzugen, fügte der Bericht hinzu.

Da Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und andere Tourismusanbieter ihre Programme für 2027 und darüber hinaus anpassen, müssen Reiseziele sich ändernde Reisegewohnheiten antizipieren und ihre Strategien an die sich entwickelnden geopolitischen, wirtschaftlichen und wetterbedingten Risiken anpassen.

Reiseziele, die extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind

Extreme Wetterbedingungen wie Hitzewellen, Waldbrände und Wirbelstürme sind zu einem Schlüsselfaktor geworden, den es bei der Wahl eines Urlaubsortes oder der Reisezeit zu berücksichtigen gilt.

Der Bericht betont, dass Reiseziele damit beginnen müssen, sich darauf einzustellen, indem sie Risikobewertung, Frühwarnsysteme und Krisenreaktion in die Tourismusplanung integrieren, um häufigere und intensivere extreme wetterbedingte Ereignisse besser antizipieren und darauf reagieren zu können.

Beispielsweise haben Reiseziele mehrsprachige Notfallwarn-Apps eingeführt (Japans „Safety Tips“, Österreichs „AT-Alert“, Kroatiens 112-App und das europaweite MeteoAlarm-System), die nun Echtzeitwarnungen zu Stürmen, Waldbränden und extremer Hitze direkt auf die Mobiltelefone der Besucher übertragen.

Der Bericht fordert außerdem Investitionen in eine widerstandsfähige Tourismusinfrastruktur, um extremen Wetterbedingungen standzuhalten, einschließlich naturbasierter Lösungen.

Einige Städte bauen „Hitze-Schutzräume“ in das Besuchererlebnis ein – Madrids Initiative Refúgiate en la cultura (Zuflucht in der Kultur nehmen) fördert Museen als klimatisierte Zufluchtsorte bei Hitzewellen.

Den Tourismus verantwortungsvoller gestalten

Der Bericht unterstreicht auch die Notwendigkeit für Reiseziele, sicherzustellen, dass ihre Tourismuspraktiken den lokalen Gemeinschaften zugute kommen.

Sie fordert die Verwaltung des Tourismuswachstums dazu auf, Vorteile und Belastungen auszugleichen, indem die Besucherströme auf vorbereitete Gebiete verteilt, in gemeinsame Infrastruktur investiert und der Tourismus in die umfassendere regionale Entwicklung integriert wird.

Dies könnte wahrscheinlich dazu führen, dass mehr Reiseziele Zertifizierungssysteme für lokale Unternehmen, gemeindenahen Tourismus und Anreize für Ausgaben außerhalb großer Ketten fördern.

Darüber hinaus könnten weitere Reiseziele Kurtaxen, Besucherobergrenzen, zeitlich begrenzte Einlasssysteme oder die Förderung von „Zweitstädten“ und Reisen außerhalb der Saison einführen, um die Menschenmengen zu verteilen.

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