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Absturz in Namibia: Leiche von Deutscher gefunden
30.05.2026 – 03:15 UhrLesedauer: 2 Min.
In Namibia ist jetzt die Leiche von Silke Lohmiller gefunden worden. Sie kam mit ihrer Familie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.
Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit vier deutschen Todesopfern in Namibia sind nun auch die sterblichen Überreste der bislang vermissten vierten Person gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, wurden an allen Opfern Obduktionen und DNA-Identifizierungen vorgenommen. Die Leichen sollen den Angaben zufolge nach Deutschland überführt werden.
„Alle Opfer wurden identifiziert, einschließlich der sterblichen Überreste der weiblichen Passagierin“, erklärte die Polizei. Neben Silke Lohmiller (61), Ex-Geschäftsführerin der Dieter-Schwarz-Stiftung, kamen nach Angaben der Schwarz Gruppe auch ihr Mann, der frühere Kaufland-Manager Richard Lohmiller (66), sowie ihr 19 Jahre alter Sohn ums Leben. Auch der deutsche Pilot starb bei dem Absturz.
Leiche von Frau konnte lange nicht gefunden werden
Zunächst hatten Suchtrupps nur die Leichen der drei Männer bergen können; die sterblichen Überreste der Frau konnten über viele Tage nicht geortet werden.
Das Ehepaar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und galt als eng mit Firmeninhaber Dieter Schwarz verbunden.

Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern an. Die Polizei schilderte die Such- und Bergungsarbeiten als äußerst schwierig. Die Absturzstelle liegt demnach fast am Gipfel eines Berges in einer steilen Schlucht. Das Gelände sei selbst für Fußtrupps kaum zugänglich gewesen. Die Opfer hätten nicht bergab transportiert werden können, sondern mussten mit einem Hubschrauber geborgen werden. Zudem habe die Propellermaschine Feuer gefangen und sei stark beschädigt worden.
Das Flugzeug war von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet und sollte nach etwa einer Stunde auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, traf dort aber nie ein. Nach Behördenangaben hatte der Kleinflieger keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Ein Suchflugzeug entdeckte die Trümmer schließlich rund zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der entlegenen, bergigen Region Hardap.
Nach Angaben von Philippine Lundama, der Direktorin der namibischen Behörde für Flugunfalluntersuchungen (DAAI), ist noch nicht abschließend geklärt, ob die Cessna 210 mit einem Flugschreiber ausgerüstet war und ob ein solcher gefunden wurde. Ermittler werten unter anderem Wrackteile, Flugzeug- und Wartungsunterlagen sowie Wetterdaten aus. Ob Wetterbedingungen eine Rolle gespielt haben, ist derzeit offen. Die DAAI arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zusammen.
Sossusvlei zählt zu den bekanntesten Touristenzielen Namibias, berühmt für seine roten Sanddünen, die zu den höchsten der Welt gehören.









