Ausflugstipp für Berliner
Diese Stadt ist ein wahres Renaissance-Juwel
Aktualisiert am 10.05.2026 – 11:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Nur gut zwei Stunden von Berlin entfernt: Torgau beeindruckt mit einem Schloss, einer Kirche und Hunderten denkmalgeschützten Häusern in der Altstadt.
Torgau in Nordsachsen gehört zu den besterhaltenen Renaissance-Städten ganz Deutschlands. Es war die einstige Residenz der sächsischen Kurfürsten, spielte eine zentrale Rolle in der Reformationsgeschichte und hat bis heute zahlreiche Bauwerke aus dem 15. und 16. Jahrhundert zu bieten.
Berliner Besucher können in der Altstadt rund 500 denkmalgeschützte Bauten bestaunen. Wer Torgau besucht, kann in der Altstadt rund 500 denkmalgeschützte Gebäude entdecken. Direkt am Wasser liegt Schloss Hartenfels – ein Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert. Das Gebäude wurde zwischen 1533 und 1544 errichtet und gilt als erstes Schloss Deutschlands, das politisch genutzt wurde.
Ein Blickfang im Innenhof ist der „Große Wendelstein“ – eine kunstvoll gearbeitete Wendeltreppe aus dem 16. Jahrhundert. Das architektonische Meisterwerk ist bis heute erhalten und für Besucher zugänglich.
In der Schlosskapelle können Ausflügler auf den Spuren Martin Luthers wandern. Der Theologe predigte 1544 zur Einweihung des protestantischen Kirchenbaus in der Schlosskapelle.
Generell galt die Stadt vor über 500 Jahren als Zentrum der lutherischen Bewegung. Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora hielten sich in der Stadt zuweilen auf. Im Jahr 1552 starb die Ehefrau Luthers in Torgau und auch heute befindet sich ihr Grab noch in der Stadtkirche. Neben Grabstätten sind in der gotischen Hallenkirche St. Marien auch religiöse Kunstwerke wie etwa „Die vierzehn Nothelfer“ von Lucas Cranach zu finden.
Die historischen Gebäude lassen sich über einen Museumspfad erkunden. Er verbindet mehrere Stationen im Altstadtkern. Nach Angaben des Museums sind viele der Häuser im Originalzustand erhalten und geben Einblicke in das Alltagsleben des 16. Jahrhunderts. Neben öffentlichen Einrichtungen nehmen auch private Eigentümer teil, deren denkmalgeschützte Gebäude für Besucher geöffnet sind. Der Eintritt kostet je nach Station drei bis vier Euro, Kombitickets sind verfügbar.
In den Ausstellungsräumen wird Torgaus Geschichte lebendig. Dauer- und Sonderausstellungen beleuchten zentrale historische Ereignisse – darunter auch ein weltbekannter Moment aus dem Jahr 1945: Damals trafen in Torgau erstmals amerikanische und sowjetische Soldaten im Zweiten Weltkrieg aufeinander.










