Veranstalter äußert sich
Tote auf Kreuzfahrt: Menschen „brauchen dringend Hilfe“
Aktualisiert am 04.05.2026Lesedauer: 2 Min.
Auf einem Kreuzfahrtschiff grassiert offenbar ein Virus. Drei Menschen sind bereits tot – doch die Lage droht sich weiter zuzuspitzen.
Im Video | Virus bricht aus: Drei Kreuzfahrt-Passagiere tot
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Stand Sonntagabend, so Oceanwide Expeditions, habe es noch keine Genehmigung zum Ausschiffen von Passagieren gegeben. Allerdings hätten inzwischen Mitarbeiter örtlicher Gesundheitsbehörden das Kreuzfahrtschiff betreten. Die „MS Hondius“ liegt derzeit vor Kap Verde.
Das Hantavirus konnte bislang bei einer Person nachgewiesen werden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. Die anderen Fälle seien Verdachtsfälle. Das Virus kann bei Menschen zu Fieber und schweren Atemwegserkrankungen führen. Infektionen können durch Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren verursacht werden. In seltenen Fällen wird der Erreger auch von Mensch zu Mensch übertragen, hieß es von der WHO.
Bei den Toten handelt es sich neben dem Deutschen um zwei niederländische Staatsbürger, wie das niederländische Außenministerium bestätigte. Die BBC hatte zunächst gemeldet, auch das dritte Todesopfer sei Niederländer. Unter den Toten ist ein Ehepaar, wie ein Sprecher des südafrikanischen Gesundheitsministeriums mitteilte. Nach Angaben der Reederei starb der 70 Jahre alte Mann bereits am 11. April an Bord.
Am 24. April sei seine Leiche auf St. Helena von Bord gebracht worden, seine 69 Jahre alte Ehefrau habe ebenfalls das Schiff verlassen. Am 27. April sei man darüber informiert worden, dass sie während der Rückreise erkrankt und ebenfalls verstorben sei.
Die „MS Hondius“ war von Ushuaia in Argentinien nach Kap Verde unterwegs. Das Schiff bietet Platz für 170 Passagiere und rund 70 Crew-Mitglieder. Es gilt mit einer Länge von 107 Metern als eines der kleineren Kreuzfahrtschiffe.











