Wer ihn tanken darf und wer nicht
Günstigerer Sprit kommt an die Tankstellen
23.04.2026 – 13:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein neuer Kraftstoff soll künftig das Tanken günstiger machen. Aber welche Autos vertragen den Sprit? Wer zugreifen kann und wer unbedingt aufpassen muss.
An deutschen Zapfsäulen steht ein Wechsel bevor: Ab 2027 bringen Mineralölkonzerne die Sorte E20 flächendeckend auf den Markt. Die EU-Kommission passt derzeit die Richtlinien an, um das Benzin mit 20 Prozent Ethanolanteil europaweit zuzulassen. E20 soll den CO2-Ausstoß der bestehenden Autoflotte senken.
E20 entlastet Autofahrer finanziell. Weil der Ethanolanteil von der staatlichen CO2-Abgabe befreit ist, kostet der Liter voraussichtlich fünf bis sechs Cent weniger als E10. In Brüssel treibt die EVP-Fraktion das Vorhaben voran. Sie sieht im Biosprit ein Mittel, um den Klimaschutz sofort und ohne neue Infrastruktur umzusetzen. Zudem soll heimisches Ethanol die Abhängigkeit von Energieimporten verringern.
Die Debatte über Biokraftstoffe erreicht auch den Diesel: Rapsöl liefert fast so viel Energie wie herkömmlicher Treibstoff. Technisch könnten Dieselmotoren das Pflanzenöl problemlos verbrennen. Umstritten bleibt jedoch die Flächennutzung: Die Frage, ob Ackerland für Kraftstoff statt für Nahrungsmittel dienen soll („Teller oder Tank“), entzündet sich mit E20 erneut.










