Rekordsprung zur Mittagszeit
Spritpreise schießen nach oben
Aktualisiert am 23.04.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor der geplanten Steuersenkung steigen die Kraftstoffpreise an den Tankstellen wieder. Nach einer zweiwöchigen Phase sinkender Preise meldet der ADAC nun einen Rekordanstieg zur Mittagszeit.
Die Entlastung der Autofahrer ist vorerst gestoppt. Am Donnerstag stiegen die Preise für Super E10 und Diesel ungewöhnlich steil nach oben.
Besonders deutlich war die Bewegung zur Mittagszeit:
Bereits am Mittwoch deutete sich die Wende an: Während Diesel nur noch minimal günstiger wurde, stieg der Preis für E10 bereits leicht auf 2,063 Euro pro Liter.
Als Ursache für die höheren Preise an den Zapfsäulen gilt der Ölmarkt. Die für Europa maßgebliche Sorte Brent kostet inzwischen wieder mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter). Seit den Höchstständen rund um Ostern hatten die Preise zunächst deutlich nachgegeben. Dieser Trend ist nun jedoch beendet.
Die Steuersenkung im Mai soll Entlastung bringen. Allerdings werden die Preise an den Tankstellen nicht sofort sinken. Der Grund dafür sind die Vorräte der Pächter. Obwohl der Staat die Steuer um 16,7 Cent pro Liter senkt, erreicht dieser Rabatt die Autofahrer nur schrittweise. Die Tankstellen verkaufen zuerst den Kraftstoff ab, den sie noch zum alten, teureren Steuersatz eingekauft haben. Erfahrungen aus dem Jahr 2022 zeigen: Es dauert Tage, bis die Preissenkung vollständig an den Zapfsäulen ankommt.
Diese Trägheit gilt immerhin auch am Ende des Rabattzeitraums: Steigen die Steuern wieder, bleibt der Sprit noch günstiger, solange die niedrig versteuerten Vorräte in den Erdtanks reichen. Zumindest sollte es so sein.











