Möglicherweise Tausende Menschen obdachlos
Neun-Meter-Wellen: Supertaifun trifft US-Inseln
Aktualisiert am 15.04.2026 – 13:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Player wird geladen
Mit über 210 Kilometern pro Stunde trifft Taifun „Sinlaku“ US-Inseln im Pazifik. Weil er sich kaum fortbewegt, wütet er ungewöhnlich lange. Tausende Menschen könnten jetzt obdachlos sein.
Supertaifun „Sinlaku“ hat in der Nacht auf Mittwoch (Ortszeit) die Nördlichen Marianen, ein US-Außengebiet im Westpazifik, getroffen und Hunderte, möglicherweise Tausende, Menschen obdachlos gemacht. Besonders schlimm traf es die Inseln Saipan und Tinian. Auf Saipan wurden teils Wellenhöhen von rund neun Metern gemessen, wie die „Pacific Daily News“ berichtete.
„Sinlaku“ habe die Inseln mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 210 Kilometern pro Stunde getroffen, hieß es weiter. Starke Regenfälle und Gewitter erhöhten zudem das Risiko von Erdrutschen. Augenzeugen berichteten von hüfthohem Hochwasser – ganze Inselteile seien zerstört worden. Neben den Orkanböen sorgten Sturmfluten für zusätzliche Gefahr.
Die Lage auf der Insel Tinian schilderte Deborah Fleming vom lokalen Frauenverband: „Es ist absolut beängstigend – man kann draußen nichts sehen, es weht immer noch ein extrem starker Wind, Wasser dringt ein, viele Bäume sind umgestürzt, Häuser wurden verwüstet.“ Auf Saipan mussten viele Menschen in obere Stockwerke flüchten, als das Wasser in ihren Häusern rapide anstieg. Starke Regenfälle und Gewitter erhöhten zudem das Risiko von Erdrutschen. Teile der Dschungelvegetation seien nun mit braunem Schlamm bedeckt, hieß es.
Viele Bewohner hatten sich zuvor in Evakuierungszentren in Sicherheit gebracht. Auch Hunderte Touristen saßen wegen gestrichener Flüge auf der Inselkette fest. Die Region ist für ihre Strände und Tauchreviere bekannt.
Weil der Sturm sich kaum fortbewegte, habe er ungewöhnlich lange über dem Inselgebiet gewütet, berichtete der australische Sender ABC unter Berufung auf den Meteorologen Landon Aydlett vom „National Weather Service“ in Guam. Die Auswirkungen des Sturms seien deshalb „besonders diabolisch“. Das gesamte Ausmaß der Schäden sei noch nicht klar.











