Zugführer spricht von „Anschlag“
Bayerns wichtigste Bahnstrecke am Freitag lahmgelegt
Aktualisiert am 10.04.2026 – 13:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Zugverkehr zwischen den größten Städten in Bayern kommt zum Erliegen. Die Verzögerungen sollen bis zum Abend andauern.
Wer in Bayern am Freitagmorgen mit dem Zug unterwegs ist, muss sich wohl fast den ganzen Tag lang auf erhebliche Verspätungen einstellen. Grund dafür ist eine Stellwerkstörung auf der Strecke zwischen Nürnberg und München, wie es im Störungssticker der Bahn heißt. Ein Zugführer sprach gar von einem „Anschlag“ auf die Infrastruktur, wie eine Reporterin der bayerischen Lokalredaktionen von t-online berichtet.
Ein Kabel in einem Stellwerk sei manipuliert worden, sagte der Lokführer laut Reporterin über die Lautsprecher im Zug. Die zuständige Bundespolizeiinspektion in Nürnberg widerspricht dem wiederum. Es handele sich um einen Stellwerksfehler. Ein Techniker sei unterwegs, sagte die Bundespolizei t-online auf Nachfrage. Ein Sprecher der Bahn sagte, dass ihm zur Ursache des Defekts bislang noch nichts bekannt sei.
Fakt ist, dass es im Zugverkehr in Bayern wegen der Störung bei Petershausen zu massiven Behinderungen kommt. Noch bis 18 Uhr am Freitagabend können laut Bahn zwischen München und Ingolstadt keine Züge verkehren. Davon sind unter anderem der München-Nürnberg-Express (RE 1) und die RB 16 betroffen.
Regionalzüge aus Richtung Nürnberg enden in Ingolstadt laut Bahn vorzeitig und wenden dort. Wer weiter nach München will, muss in Ingolstadt in Busse umsteigen. Diese fahren bis Petershausen, dort sollen die Fahrgäste wiederum in die S2 einsteigen, um weiter zum Münchner Hauptbahnhof zu kommen.
Zu Verzögerungen kommt es weiterhin auch im Fernverkehr. Am Morgen kamen ICE-Züge auf der Strecke zum Stehen und mussten teils sogar umdrehen, berichtete die t-online Reporterin.
Inzwischen (Stand 12.40 Uhr) fahren laut der App „DB Navigator“ wieder einzelne ICE-Züge zwischen den beiden bayerischen Metropolen. Diese werden allerdings umgeleitet, die Fahrzeit verlängert sich entsprechend. Andere Verbindungen fallen hingegen weiterhin komplett aus.
Fahrgäste werden gebeten, ihre Reiseverbindung kurz vor Abfahrt des Zuges zu prüfen. Außerdem sollten sie, wenn möglich, Verbindungen über Augsburg nutzen, heißt es von der Bahn. Diese Strecke ist nicht von der Sperrung betroffen.









