t-online fragt nach
Benimm-Experte löst heftige Diskussionen aus
Aktualisiert am 08.03.2026 – 10:02 UhrLesedauer: 3 Min.

Wer Müsli oder Cornflakes zum Frühstück isst, braucht hierfür in der Regel nur eine Schale, Milch, die Cerealien und einen Löffel. Doch laut einem Benimm-Experten benötigt man noch etwas.
William Hanson, Experte für Etikette, verursacht gerade in Großbritannien Aufruhr. Der Grund: Er kritisiert, wie Menschen Müsli und Cornflakes essen. Dabei geht es nicht um die Frage, ob zuerst Müsli oder Milch in die Schale gegeben werden. Vielmehr beschäftigt Hanson die Tatsache, dass zum Essen lediglich ein Löffel verwendet wird. Seiner Meinung nach sind sowohl ein Löffel als auch eine Gabel zwingend nötig.
In einem Video erklärt der Benimm-Experte, wie Müsli und Cornflakes seiner Ansicht nach richtig gegessen werden:
Unter dem Video hagelt es jedoch Kritik. So schreiben einige User „What is wrong with this guy?“ (auf Deutsch: „Was stimmt nicht mit diesem Typen?“). Ein anderer kommentiert. „William Hanson. You do not eat cereal with a fork!! I refuse to believe it!“ (auf Deutsch: „William Hanson. Man isst Müsli nicht mit einer Gabel!! Ich weigere mich, das zu glauben!“)
In dem kurzen Video erklärt Hanson, dass es sich bei Müsli, Cornflakes und Co. nicht um Suppe handelt. Deswegen wird der Löffel bei dieser Speise anders verwendet.
t-online hat bei der Deutschen-Knigge-Gesellschaft e. V. nachgefragt, ob das wirklich die akkurate Methode ist, Müsli zu essen. „Die Notwendigkeit, sein Müsli unter Zuhilfenahme der Gabel zu verspeisen, ist mir zwar neu, aber nachvollziehbar“, räumt Linda Kaiser, die stellvertretende Vorsitzende, ein.
Demnach beschreibt Hanson in seinem Video die korrekte Handhabung des Bestecks für Desserts mit unterschiedlichen Komponenten in Großbritannien und an königlichen Höfen. Dabei werde das Dessert mit dem Löffel verspeist und die Gabel dafür genutzt, die festen Komponenten wie zum Beispiel Kuchen oder Schokoladenstücke auf dem Löffel zu drapieren, der dann zum Mund geführt wird, erklärt Kaiser.









