Schwere Form von Herpes Zoster
Gesichtsrose – wenn Gürtelrose im Gesicht auftritt
Aktualisiert am 04.03.2026 – 09:01 UhrLesedauer: 5 Min.
Bei Gürtelrose im Gesicht können ohne schnelle Behandlung Schäden zurückbleiben. Hier erfahren Sie, woran Sie die „Gesichtsrose“ erkennen und was hilft.
Gürtelrose (Fachbegriff: Herpes Zoster oder einfach nur Zoster) kommt recht häufig vor. Das Risiko für die Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. In bis zu 25 Prozent der Fälle tritt die Gürtelrose im Gesicht auf. Umgangssprachlich ist diese Verlaufsform auch als Gesichtsrose oder Kopfrose bekannt.
Manchmal kündigt sich eine Gürtelrose im Gesicht durch allgemeine Symptome an, etwa durch Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder auch leichtes Fieber. Die typischen ersten Symptome einer Gesichtsrose sind jedoch Schmerzen auf einer Gesichtsseite. Diese können brennend oder juckend und leicht bis stark sein.
Wenige Tage später verursacht die Gesichtsrose erste sichtbare Symptome: Es entstehen kleine, rötliche Flecken, aus denen sich Bläschen entwickeln, die (anders als eitergefüllte Pusteln) eine klare Flüssigkeit enthalten. Am häufigsten tritt Gürtelrose im Gesicht einseitig im Bereich von Stirn, Nase und Augen auf. Dann ist der Ausschlag meist klar zur Mitte des Gesichts hin begrenzt.
Im weiteren Verlauf platzen die Herpes-Zoster-Bläschen und trocknen aus, wobei sich Krusten im Gesicht bilden. Nach zwei bis drei Wochen ist der Hautausschlag normalerweise wieder vollständig verschwunden. In Einzelfällen verläuft eine Gürtelrose im Gesicht ganz ohne Hautausschlag. Dann kommt es lediglich zu Schmerzen.
Greift die Gürtelrose im Gesicht auf das Auge über, kann sich leicht dessen Hornhaut entzünden. Symptome hierfür sind gerötete, tränende und lichtempfindliche Augen, eine Sehschwäche sowie Schwellungen und Schmerzen.
Verläuft die Gürtelrose am Auge schwer, können sich dort neben der Hornhaut weitere Strukturen entzünden, wie etwa die Bindehaut und die mittlere Augenhaut. Möglich sind bei einer Gesichtsrose am Auge auch ein stark ansteigender Augeninnendruck sowie eine Schädigung von Netzhaut und Sehnerv.











