Ost-West-Achse
Verkehrsministerium wartet auf neue Unterlagen für Förderung
11.05.2026 – 17:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Rund ein Jahr ist seit der Entscheidung für den Kölner U-Bahn-Tunnel unter der Innenstadt vergangen. Die Förderung durch das Land ist weiter fraglich.
Im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium sind seit der Entscheidung für einen unterirdischen Ausbau der Kölner Ost-West-Achse keine neuen Förderunterlagen eingegangen. Das teilte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage von t-online mit. Zuvor hatten die Verantwortlichen um NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) eine Förderung des U-Bahn-Tunnels zunächst abgelehnt.
Stattdessen ist nur der oberirdische Ausbau der Ost-West-Achse; linksrheinisch bis Weiden, rechtsrheinisch bis Bensberg, Teil des ÖPNV-Bedarfsplans. Er beinhaltet Projekte, die das Land in den kommenden Jahren fördern will. Da die Stadt Köln zunächst nur eine Förderung eines oberirdischen Ausbau beantragt hatte, hatten die Kritiker des U-Bahn-Tunnels die Förderfähigkeit infrage gestellt.
Ost-West-Achse: Noch kein neuer Förderantrag für U-Bahn-Tunnel
Im vergangenen Jahr bewahrheitete sich dann diese Befürchtung. Das Verkehrsministerium winkte aber immerhin den oberirdischen Ausbau außerhalb der Innenstadt durch, um die Planungen nicht zu gefährden. Für den unterirdischen Ausbau benötigen die Verantwortlichen aber neue Unterlagen – und die sind bislang noch nicht in Düsseldorf eingereicht worden.
Die Stadt Köln betont auf Anfrage, mit Hochdruck die an sie gestellten Aufgaben zu bewältigen. Ein Stadtsprecher erklärte: „Derzeit werden die Prüfaufträge aus dem Beschluss zum Variantenentscheid abgearbeitet. Auf dieser Basis kann eine – mit den Zuwendungsgebern und der Politik abgestimmte – Lösung erarbeitet werden.“ Im Anschluss soll erneut ein Förderantrag gestellt werden.
Kölner U-Bahn-Tunnel: Kommt er doch noch bis 2040?
Die Verantwortlichen betonen, dass das Verfahren vorgegebenen Arbeitsschritten und Prozessen folgt. „Eine Beschleunigung des Planungsprozesses ist nicht möglich“, sagte ein Stadtsprecher weiter. Einen Zeitplan, wann der neue Förderantrag dem Ministerium vorgelegt werden kann, gibt es derzeit nicht. Die Fertigstellung des Tunnels wurde für die 2040er-Jahre anvisiert.
Im Verkehrsministerium verweist eine Sprecherin darauf, dass der entsprechende Antrag zunächst beim zuständigen Verkehrsunternehmen, der go.Rheinland eingereicht werden muss. Dieses bewertet im Anschluss die Förderfähigkeit und leitet den Antrag anschließend mit einer Stellungnahme an das Ministerium weiter. Dieses kann dann entscheiden, ob das Projekt förderfähig ist oder eben nicht.
Ost-West-Achse in Köln: Langer U-Bahn-Tunnel ab dem Heumarkt
„Eine Bewertung der Förderchancen für einen unterirdischen Ausbau ist derzeit noch nicht möglich“, sagte eine Ministeriumssprecherin weiter. Allerdings sehen die Verantwortlichen eine Möglichkeit, um zeitnah nächste Schritte gehen zu können: „Grundsätzlich wäre auch eine Aufteilung der Maßnahme in einzelne Baustufen oder Bauabschnitte möglich, um das Verfahren zu beschleunigen.“
Daher wurde auch der oberirdische Ausbau bereits genehmigt, um dort schon erste Verbesserungen erzielen zu können. Der Ausbau der Ost-West-Achse soll den öffentlichen Nahverkehr in Köln revolutionieren. Geplant sind nicht nur 90 Meter lange Stadtbahnen der KVB, sondern auch ein Tunnel zwischen Heumarkt und Moltkestraße. Dieser wurde im April 2025 beschlossen.










