Rettungsaktion kam zu spät
23-Jähriger ertrinkt in der Lahn
Aktualisiert am 08.08.2026 – 10:22 UhrLesedauer: 2 Min.
In Marburg verlor ein 23-Jähriger beim nächtlichen Schwimmen in der Lahn sein Leben. Es ist der zweite Todesfall in dem Fluss binnen zwei Wochen.
Ein 23-Jähriger ist am Freitagabend in der Lahn ertrunken. Der junge Mann aus dem mittelhessischen Kirchhain war gemeinsam mit Freunden in Marburg im Umfeld des Elisabeth-Blochmann-Platzes unterwegs. Laut Polizei machte er sich gegen 23 Uhr auf den Weg in Richtung des Flusses, um dort zu schwimmen.
Nach wenigen Metern sei der 23-Jährige dann untergegangen und nicht wieder aufgetaucht. Zeugen verständigten Rettungskräfte, die umgehend eine Suchaktion einleiteten. Gut 25 Minuten nach dem Notruf sei der Mann bewusstlos aus der Lahn geborgen worden. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte blieben jedoch erfolglos, heißt es in der Meldung der Polizei. Weil viele Schaulustige auf den Lahntreppen und einer Fußgängerbrücke anwesend gewesen seien, sperrte die Polizei den Bereich.
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Erst vor knapp zwei Wochen war ein 34-Jähriger in Gießen nach einem Sprung in die Lahn ertrunken. Zeugen berichteten laut „Hessenschau“ später, dass der Mann nach dem Sprung kurz aufgetaucht, dann aber wieder untergegangen sei. Auch in diesem Fall wurde sofort eine Suchaktion eingeleitet. Der Mann konnte jedoch nur noch tot vom Grund des Flusses geborgen werden. Bereits Ende Juni waren drei Männer in Hessen im Rhein ertrunken.
261 Badetote bundesweit seit Jahresbeginn
13 Badetote zählt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Hessen nun seit Jahresbeginn. Bundesweit sind den Angaben zufolge in den ersten sieben Monaten des Jahres mindestens 261 Menschen bei Bade- und Wasserunfällen ums Leben gekommen. Das sind 15 Menschen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres 2025, wie die Organisation am Donnerstag in Bad Nenndorf mitteilte. Allein seit Beginn der Badesaison Anfang Mai seien 189 Menschen ertrunken.
„Insbesondere im Juni kam es zu einem dramatischen Anstieg an Unfällen“, berichtete DLRG-Präsidentin Ute Vogt. In dem Monat gab es demnach mehr als 100 Badetote – so viele wie seit 23 Jahren nicht mehr. 90 Prozent der Todesfälle ereigneten sich laut DLRG in frei zugänglichen Gewässern im Binnenland









