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Home » Peta prangert Missstände an – „grausames Bild“
Panorama

Peta prangert Missstände an – „grausames Bild“

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 4, 2026
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Aktivistin tarnt sich als Interessentin

Tierschützer zeigen „grausames Bild“ aus deutscher Wohnung


Aktualisiert am 04.09.2026 – 14:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Illegale Katzenzucht in einer Wohnung in Berlin: Die Tierrechtsorganisation Peta schilderte erschreckende Zustände. (Quelle: Peta)

Es stinkt nach Urin, die Halterin kümmert sich nur alle zwei Tage: In einer Berliner Wohnung haben Tierschützer Katzen vorgefunden, die unter unwürdigen Bedingungen leben mussten.

Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta haben Aufnahmen aus einer Berliner Wohnung veröffentlicht. In der Wohnung seien 22 Katzen unter schlimmen Bedingungen gehalten worden, so der Vorwurf der Organisation, die von einem „grausamen Bild“ sprach.

Peta sei durch eine Anzeige auf dem Internetportal „deine-tierwelt.de“ auf die Wohnung aufmerksam geworden. Zahlreiche Katzenbabys seien in dem Inserat zum Kauf angeboten worden. Getarnt als Kaufinteressentin, habe ein Peta-Mitglied schließlich die Wohnung betreten – und die Zustände fotografisch dokumentiert.

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Katzen-Qual in Berlin: Fußboden durch Urin aufgeweicht

Insgesamt entdeckte die Tierschützerin nach eigenen Angaben 22 teils stark verängstigte Katzen, ein Großteil von ihnen in einem kleinen, stark nach Ammoniak riechenden Raum. „Offenbar war der Laminatboden so sehr vom Urin aufgeweicht, dass sich dieser bereits teilweise löste“, schilderten die Tierschützer die Situation. Die Halterin habe angegeben, nur alle zwei Tage nach den Tieren zu schauen.

Eine verängstigte Katze in der Berliner Wohnung: Peta schaltete die Behörden ein.Vergrößern des Bildes
Eine verängstigte Katze in der Berliner Wohnung: Peta schaltete die Behörden ein. (Quelle: Peta)

Die Peta-Aktivisten hatten nach eigenen Angaben noch am selben Tag versucht, die Katzen mithilfe der Polizei aus der Wohnung zu befreien. Doch die Frau habe sich in der Wohnung verbarrikadiert – der Fall sei daraufhin an die zuständige Veterinärbehörde abgegeben worden.

Eine Sprecherin des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf teilte t-online mit, die Veterinär- und Lebensmittelüberwachung sei bereits mehrfach an der Adresse vor Ort gewesen, jedoch sei niemand angetroffen worden.

„Um den Sachverhalt weiter aufklären und die erhobenen Vorwürfe überprüfen zu können, wurde zwischenzeitlich ein Antrag auf Durchsuchung gestellt. Dieser befindet sich derzeit in Prüfung“, teilte die Sprecherin weiter mit.

„Leid der Katzen in dieser Haltung ist immens“

Jana Hoger, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei Peta, sagte laut Mitteilung: „Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie sehr der illegale Handel mit Katzenbabys in Berlin floriert. Über 16.300 Kitten werden derzeit allein auf den größten Onlineplattformen angeboten. Das Leid der Katzen in dieser Haltung ist immens. Ihnen muss schnellstmöglich geholfen werden.“ Sie hoffe, dass den Katzen nun schnell geholfen werde.

Im konkreten Fall könne man nicht mehr von einer privaten Zucht ausgehen, so die Tierschützer. Vielmehr habe der Handel offenbar gewerbliche Ausmaße angenommen. In Regalen seien zudem Medikamente aufgefunden worden, mit denen die Tiere mutmaßlich behandelt wurden.

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