Das war keine unbedingt voll überzeugende Vorstellung des letzten verbliebenen Turnier-Favoriten, der sich mit einem bemerkenswert kämpfenden Underdog schwer getan hat und weit von der Form der ersten beiden Runden entfernt war. Im Achtelfinale muss da wieder deutlich mehr passen, soll es auf dem nun offener denn je scheinenden Weg zum ersten Grand-Slam-Titel weitergehen.
4. Satz, 4:6, 3:6, 7:5, 2:5 – Das macht der Hamburger dann doch mal wieder gut: Er sieht, dass Halys weit hinter der Linie steht, und setzt einen Stopp ein. Streut dann ein weiteres Ass ein. Dann befreit er sich gut aus einer Rally, schließt per Vorhand-Longline ab. Halys wirkt zunehmend entkräftet, bleibt im Netz hängen – und serviert nun gegen den Matchverlust.
4. Satz, 4:6, 3:6, 7:5, 2:4 – Halys steckt einfach nicht auf. Zu Null bringt er seinen Aufschlag durch. Auch, weil Zverev trotz kurzen Zwischenhochs noch immer phasenweise zu passiv spielt und viel liegen lässt.
4. Satz, 4:6, 3:6, 7:5, 1:4 – Zverev zieht eine Vorhand viel zu weit in die Mitte, Halys tut ihm aber den Gefallen, nur ins Netz zurückzuspielen. Stand jetzt ist der Schwung des Lokalmatadors aus Satz Nummer drei tatsächlich verflogen. Nur dank Doppelfehler Nummer sieben von Zverev und des nächsten Stopp-Fehlers bleibt er in diesem Spiel. Mit einem Überkopf-Volley im zweiten Versuch stellt er auf 40:30, holt sich per Service-Winner das 4:1. Ist das jetzt die Vorentscheidung?
4. Satz, 4:6, 3:6, 7:5, 1:3 – Die Ballwechsel sind jetzt schon deutlich kürzer. Halys bleibt dran, pumpt aber schon deutlich mehr als Zverev.
4. Satz, 4:6, 3:6, 7:5, 0:3 – Aber auch Zverev kämpft immer noch um seine Stabilität aus früheren Phasen des Spiels. Ein Doppelfehler zum Auftakt seines Aufschlagspiels. Er reagiert mit zwei Vorhand-Winnern. Dann lässt er Halys mit einem Stopp ans Netz kommen, schließt mit einer Rückhand ab. Und mit einem Service-Winner stellt er auf 3:0. Geht es jetzt doch ganz schnell?










