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Home » 32.000 Autofahrer in zehn Wochen zu schnell
Mobilität

32.000 Autofahrer in zehn Wochen zu schnell

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 3, 2026
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32.000 Autofahrer in zehn Wochen zu schnell

Mehr als drei Millionen Euro

32.000 Autofahrer in zehn Wochen: Italienischer Blitzer füllt die Kassen


03.08.2026 – 16:28 UhrLesedauer: 2 Min.

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Straßenblitzer in Italien (Symbolbild): Ein System zur Geschwindigkeitsüberwachung spült derzeit Geld in eine Gemeindekasse. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

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Fast 32.000 Autofahrer werden innerhalb von zehn Wochen an einer einzigen Messstelle geblitzt. Doch auf Urlauber lauert auf Italiens Autobahnen oft eine ganz andere Kostenfalle.

Mehr als drei Millionen Euro Bußgelder in nur wenigen Wochen: Ein stationärer Blitzer in Norditalien beschert einer Gemeinde zurzeit einen großen Geldsegen – und viel Kritik. Darüber berichtet „Auto Motor und Sport“ unter Berufung auf die italienische Zeitung „Il Giorno“. Die Messanlage gehört zu den einnahmestärksten einzelnen Blitzerstandorten des Landes.

Seit Ende April registrierte die stationäre Messanlage auf der Schnellstraße SS415 bei Spino d’Adda in der Provinz Cremona 31.896 Geschwindigkeitsverstöße. Das entspricht im Schnitt rund 450 Bußgeldbescheiden pro Tag. Die meisten Fahrer überschritten das Tempolimit von 110 km/h dabei nur geringfügig.

Der Standort ist allerdings umstritten. Nach Angaben von „Il Giorno“ hätte der Bürgermeister den Blitzer lieber an einer nahegelegenen Brücke mit Tempo 70 errichten lassen, an der es in der Vergangenheit mehrere schwere Unfälle gegeben habe. Die Provinz entschied sich stattdessen für den jetzigen Standort, weil dort die gesetzlichen Voraussetzungen für eine stationäre Messanlage besser erfüllt seien. Auch der Verbraucherverband Codacons kritisiert die Entscheidung.

Gleichzeitig müssen landesweit 850 ältere Messanlagen abgeschaltet werden, weil sie die neuen Anforderungen nicht erfüllen. Hintergrund ist ein jahrelanger Rechtsstreit um die vorgeschriebene Typgenehmigung der Geräte.

„Tutor“-System erfasst Geschwindigkeitsverstöße präzise

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Warnschild: An zahlreichen Orten wird in Italien die Geschwindigkeit kontrolliert. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

Für Autofahrer bedeutet das jedoch keineswegs, dass Tempokontrollen in Italien seltener werden. Gerade Urlauber sollten auf Autobahnen weiterhin besonders auf ihre Geschwindigkeit achten.

Denn dort kommt vielerorts das „Tutor“-System zum Einsatz. Anders als ein klassischer Blitzer misst es die Geschwindigkeit nicht nur an einem einzelnen Punkt, sondern berechnet das Durchschnittstempo zwischen zwei Kameraportalen. Wer vor einer Kamera abbremst und anschließend wieder beschleunigt, kann deshalb trotzdem einen Bußgeldbescheid erhalten. In der Schweiz kommt dieses System in ähnlicher Form als Section Control zum Einsatz.

Nach Angaben von geblitzt.de umfasst das „Tutor“-Netz inzwischen rund 1.800 Kilometer und 178 Streckenabschnitte. Besonders häufig kommt das System auf wichtigen Reiserouten wie der A1 und der A14 zum Einsatz. Allerdings sind nicht alle Abschnitte gleichzeitig aktiv.

Die aktuelle Version „Tutor 3.0“ kann neben der Durchschnittsgeschwindigkeit unter anderem Fahrten auf dem Standstreifen erfassen. Außerdem ist das System für weitere Verkehrsverstöße vorbereitet, etwa Geisterfahrten oder Missachtungen von Lkw-Überholverboten.

Tempolimits und Bußgelder: Das gilt

Tempolimit in Italien (Symbolbild): Wer im Urlaub Auto fährt, sollte ein paar Regeln beachten.Vergrößern des Bildes
Tempolimit in Italien (Symbolbild): Wer im Urlaub Auto fährt, sollte ein paar Regeln beachten. (Quelle: Action Pictures/imago-images-bilder)

Urlauber sollten zudem die in Italien geltenden Tempolimits genau beachten. Auf vielen Autobahnen gilt grundsätzlich Tempo 130. Bei Regen oder Schnee sinkt die zulässige Höchstgeschwindigkeit häufig auf 110 km/h. Auch diese niedrigere Grenze kann das „Tutor“-System überwachen.

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