„Mitarbeiter des Monats“
Zugchef stoppt ICE – und rennt in den Supermarkt
Aktualisiert am 15.07.2026 – 09:51 UhrLesedauer: 2 Min.
Dass sich ein Zug der Deutschen Bahn verspätet, ist keine Seltenheit. Der Grund, weshalb die Fahrgäste im ICE 2075 von Westerland nach Berlin warten mussten, ist allerdings ungewöhnlich.
Kein Klopapier an Bord: Deswegen hat der ICE 2075 von Westerland nach Berlin am Samstag einen außerplanmäßigen Halt in Hamburg-Bergedorf eingelegt – und am Ende eine Verspätung von rund einer Dreiviertelstunde gehabt.
Ein bei Instagram veröffentlichtes Video zeigt den Zugchef, wie er mit drei großen Packungen Toilettenpapier die Treppe zum Gleis hoch hastet und schnellen Schrittes im ICE verschwindet. Der Fahrgast, der den Clip aufgenommen hat, erklärte dazu, der ICE sei vor der Abfahrt von Sylt nicht beladen worden. Daher habe der Zugchef den Zug in Bergedorf anhalten lassen und sei in einen nahen Supermarkt gerannt, um den Versorgungsengpass zu beheben.
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Deutsche Bahn bestätigt „kurzfristigen Ausfall“
Der filmende Fahrgast feiert den Zugchef als „Mitarbeiter des Monats“. Er schreibt: „Organisationen funktionieren nicht allein durch Handbücher und Prozesse. Sie funktionieren, weil Menschen Eigenverantwortung zeigen, pragmatische Lösungen finden und sich nicht hinter Zuständigkeiten verstecken.“
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In den Kommentaren zeigen auch viele andere User Anerkennung für den Bahn-Mitarbeiter. Das Zugpersonal könne für die wenigsten Probleme etwas und bekomme trotzdem den ganzen Hass ab, heißt es in einem Kommentar. „Dabei versuchen sie alles, um in den Situationen das Beste daraus zu machen.“
Die Bahn hat den Vorfall inzwischen bestätigt. „Üblicherweise wird der Bestand der Verbrauchsmaterialien von unserem Dienstleister bei der Bereitstellung des Zuges vorgenommen und überprüft“, zitierte das Nachrichtenportal „Tag24“ aus einer Erklärung der Bahn. „Leider kam es hier zu einem kurzfristigen Ausfall.“ Die Kosten für den Kauf des Klopapiers trage natürlich der Konzern.











