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Home » Militär befreit 39 Geiseln aus der Hand von Rebellen
Panorama

Militär befreit 39 Geiseln aus der Hand von Rebellen

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 15, 2026
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Militär befreit 39 Geiseln aus der Hand von Rebellen

Kolumbien

Spezialkräfte befreien 39 Geiseln aus der Hand von Rebellen


Aktualisiert am 15.07.2026 – 03:19 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein kolumbianscher Soldat an einer Straßensperre (Archivbild). (Quelle: IMAGO/Juancho Torres)

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In Teilen von Kolumbien tobt ein Bürgerkrieg. Marxistische Rebellen nehmen dort Bus-Passagiere gefangen. Daraufhin startet das Militär eine blutige Befreiungsaktion.

39 Menschen sind in Kolumbien kurz nach ihrer Gefangennahme durch Kämpfer der Guerrilla-Gruppe ELN vom Militär befreit worden. Bei der Rettungsaktion seien zwei Soldaten getötet und fünf weitere verletzt worden, teilte die Armee am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

Die 39 Zivilisten waren in einer abgelegenen Region im Nordwesten des Landes verschleppt worden. Nach Angaben aus Armeekreisen waren sie in einem Bus unterwegs, den die ELN-Rebellen auf einer Straße in der Region Chocó in ihre Gewalt brachten. Unter den Entführten war nach Armeeangaben auch ein Minderjähriger.

Die an Panama angrenzende Provinz Chocó ist eine Hochburg der marxistischen Rebellen, die hier Drogenhandel und illegalen Bergbau betreiben. Immer wieder entführen Kämpfer Zivilisten, um Lösegeld zu erpressen. Außerdem kommt es regelmäßig zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der kolumbianischen Armee.

Der ELN-Anführer Israel Ramirez Pineda (r.), alias Pablo Beltran, bei Friedensverhandlungen in Havana (Archivbild).Vergrößern des Bildes
Der ELN-Anführer Israel Ramirez Pineda (M.), alias Pablo Beltran, bei Friedensverhandlungen in Havana (Archivbild). (Quelle: Ernesto Mastrascusa/Reuters)

Rechter Präsident will Bombardierungen anordnen

Die ELN hat sich nicht an einem Friedensabkommen beteiligt, das die Regierung vor rund zehn Jahren mit der Farc-Guerilla geschlossen hatte. Kolumbiens linksgerichteter Präsident Gustavo Petro hatte bei seinem Amtsantritt im Jahr 2022 erklärt, Frieden mit den verbliebenen bewaffneten Rebellengruppen schließen zu wollen – was ihm nicht gelang. Eine entsprechende Initiative wurde im Januar 2025 endgültig beendet, als bei Zusammenstößen zwischen Farc-Splittergruppen und ELN-Kämpfern mehr als hundert Menschen getötet wurden.

Petro scheidet am 20. Juli aus dem Amt. Sein Nachfolger Abelardo de la Espriella hat angekündigt, mit harter Hand gegen die Rebellen vorzugehen und Bombenangriffe auf deren Stützpunkte zu starten. Unter anderem dieses Versprechen brachte dem rechtsextremen Politiker im Wahlkampf einen knappen Sieg ein. Unterstützt wurde er von US-Präsident Donald Trump. Dieser wünscht sich in ganz Lateinamerika einen politischen Rechtsruck und ein hartes Durchgreifen gegen linke Rebellengruppen.

Der neu gewählte kolumbianische Präsident Abelardo De la Espriella bei einer Wahlkampfveranstaltung.Vergrößern des Bildes
Der neu gewählte kolumbianische Präsident Abelardo De la Espriella bei einer Wahlkampfveranstaltung. (Quelle: IMAGO/Camilo Erasso)

Deutschland als Vermittler

Die ELN wurde in den 1960er-Jahren durch den Studenten Fabio Vasquez Castaño gegründet und zählt zu den ältesten, noch aktiven Guerillagruppen des Kontinents. Ihre Mitglieder – derzeit sollen es laut Schätzungen rund 3.000 – sein, rekrutierten sich ursprünglich aus dem städtischen, intellektuellen Milieu. Inzwischen erhält die Bewegung vor allem Zulauf aus den ärmeren Bevölkerungsschichten.

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