In Berlin

Neue ZDF-Serie macht Stromberg zur Chefin im Bürgeramt

14.10.2026 – 03:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Friederike Kempter (Archivbild): Die Schauspielerin spielt das weibliche Pendant zu „Stromberg“. (Quelle: IMAGO/Agentur Matthias Wehnert / M. Gränzdörfer/imago)

„Stromberg“ im Bürgeramt, nur weiblich: Friederike Kempter spielt Ronja. Als Horror-Chefin laviert sie sich mit improvisierten Sprüchen durch den Tag.

Im fiktiven Bürgeramt Berlin-Tiergarten-Mitte-West übernimmt eine neue Chefin: In der ZDF-Serie „Nine to Five – Das Amt“ spielt Friederike Kempter Ronja Keller. Laut Programmbeschreibung will Ronja mit ihren „Privatwirtschafts-Skills“ Karriere machen und setzt dabei eher auf Tricks als auf echte Arbeit. Gleich am ersten Tag soll sie jemanden feuern.

Die „Süddeutsche Zeitung“ ordnet das Format als eine Art weibliche Variante des Horror-Chefs nach dem Vorbild von „Stromberg“ ein – verlegt in ein Bürgeramt. Dass der Laden trotzdem läuft, liegt in der Serie an Conny (Lisa Hrdina). Sie hatte sich selbst auf die Chefstelle beworben. Zum Team gehören außerdem Orkan (Yasin El Harrouk), der nicht aus der Friendzone seiner Kollegin Dilara (Roxana Samadi) herauskommt, die Jüngste, Melissa (Anna Herrmann), die jede Arbeit vermeidet, sowie Doris (Kathrin Angerer), die seit Jahren kurz vor der Rente steht.

Serie geht auf Figuren von Tülin Sezgin zurück

Die achtteilige Workplace-Mockumentary ist ein eine ZDFneo-Produktion, eine Folge dauert rund 26 Minuten. Eine Mockumentary tut so, als wäre sie eine Dokumentation. ZDFneo zeigt die Serie ab Dienstag, 27. Oktober, um 21.45 Uhr wöchentlich in Doppelfolgen. In der Mediathek sind die Folgen bereits zu sehen.

Die Serie geht auf Figuren von Tülin Sezgin zurück, bekannt als „Conny from the Block“. Sezgin hat jahrelang selbst als Beamtin gearbeitet, die Serie mitentwickelt und spielt die Kantinenchefin Hanni. Ihr war wichtig, dass die Serie nicht über die Menschen in den Behörden lacht, sondern über das System. Als typisch deutschen Bürokratie-Moment beschreibt sie, dass etwas digital eingereicht werden darf und im Büro trotzdem ausgedruckt, gestempelt und in einer Akte abgeheftet wird. Regie führte Leonard Fuchs, produziert hat Pyjama Pictures.

Alle Dialoge sind improvisiert, nach Angaben von Produzentin Tina Ermuth auch große Teile der Szenen. Kempter gefällt das: Man fühle sich „viel freier vor der Kamera“. Auf die Frage, ob Ronja eine schlechte Chefin sei, antwortet sie: „Absolut! Sie ist eine katastrophale Chefin!“

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