Show-Expertin arbeitet in Berlin
So kam Heide Rezepa-Zabel zu „Bares für Rares“
Aktualisiert am 17.09.2026 – 15:05 UhrLesedauer: 2 Min.
Heide Rezepa-Zabel baute ihre Karriere in Berlin auf. Ins Fernsehen habe sie eigentlich gar nicht gewollt, verrät sie. Es kam aber anders.
Heide Rezepa-Zabel promovierte an der Humboldt-Universität, arbeitete für das Berliner Museum der Dinge und machte sich in der Hauptstadt als Gutachterin einen Namen. Dann führte sie ihr beruflicher Weg ins Fernsehen: Seit 2013 gehört die Wahl-Berlinerin zum Expertenteam der ZDF-Sendung „Bares für Rares“.
Dabei wollte Rezepa-Zabel ursprünglich gar nicht vor die Kamera. Anfang 2013 wurde in deutschen Auktionshäusern nach Fachleuten für die Pilotfolge einer neuen Fernsehsendung gesucht. Rezepa-Zabel wurde nach eigenen Angaben von mehreren Seiten empfohlen. Den genauen Ablauf des Formats kannte sie damals noch nicht.
Sie habe sich eine Sendung nach dem Vorbild der britischen „Antiques Roadshow“ vorgestellt, sagte Rezepa-Zabel dem Fernsehmagazin „Prisma“. Kunsthistorische Themen ins Fernsehen zu bringen, habe sie gereizt. Dennoch blieb sie skeptisch. „Ich wollte eigentlich gar nicht ins Fernsehen“, sagte sie der „taz“.
In Berlin begann ihre Laufbahn als Gutachterin
Rezepa-Zabel wurde 1965 in Lünen geboren und wuchs im westfälischen Werne auf. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Anschließend promovierte sie mit Auszeichnung am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität in Berlin.
Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet sie im Kunsthandel und projektbezogen für das Werkbundarchiv – Museum der Dinge in Berlin. Ihr Schwerpunkt liegt auf angewandter Kunst. Weitere Erfahrungen sammelte sie im „Education Program“ des Londoner Auktionshauses Christie’s.
In Berlin ist die 61-Jährige zudem als unabhängige Gutachterin tätig. In ihren Büroräumen in Alt-Treptow prüft sie Kunst, Antiquitäten, Designobjekte, Schmuck und Edelsteine. Sie erstellt Wertgutachten und berät bei An- und Verkäufen.
Warum sie beim ZDF Schmuck bewertet
Beim ZDF wurde Rezepa-Zabel vor allem der Bereich Schmuck zugeteilt. Sie ist ausgebildete Diamantgutachterin und Gemmologin. Nach ihrer Einschätzung spielte dabei aber auch ein Klischee eine Rolle: Von einer Frau werde offenbar eher erwartet, dass sie sich mit Schmuck auskenne als mit schweren Möbeln, Ölgemälden oder Technik, sagte sie der „taz“.
Ihre anfängliche Skepsis gegenüber dem Fernsehen begründete sie mit der Sorge, dass es dort vor allem um Show und Drama gehen könnte. Ihr sei es dagegen wichtig gewesen, die Gegenstände differenziert zu erklären. Während der Aufzeichnungen werde wesentlich länger über die Objekte gesprochen, als später im Fernsehen zu sehen sei.
Rezepa-Zabel: Viele haben überhöhte Preisvorstellungen
Neben dem Marktwert interessiert Rezepa-Zabel nach eigenen Angaben vor allem die Geschichte eines Gegenstands. Sie wolle wissen, woher er stamme, wem er gehört habe und was er über seine Zeit verrate. Viele Besitzer kämen allerdings mit überhöhten Preisvorstellungen zu einer Begutachtung. Vor allem Angaben aus dem Internet führten häufig zu unrealistischen Erwartungen.
