Einführung rückt näher
Digitaler Euro nimmt wichtige Hürde
Aktualisiert am 23.06.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 1 Min.
Kommt bald das digitale Geld der EZB? Ein wichtiger Schritt ist geschafft. Nun könnte das Projekt schneller vorankommen als viele erwarten.
Das von der EZB vorangetriebene Projekt des digitalen Euro hat eine wichtige Hürde genommen. Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments hat am Dienstag seine Verhandlungsposition verabschiedet. Sofern im Plenum des EU-Parlaments kein Einspruch erhoben wird, dürften die Abgeordneten im kommenden Monat Verhandlungen mit dem Europäischen Rat – der Vertretung der EU-Regierungen – und der Europäischen Kommission aufnehmen. Angestrebt wird, eine endgültige Billigung bis Jahresende zu erreichen.
Falls die Verordnung zur Einführung des digitalen Euro angenommen wird, könnte 2027 ein Pilotprojekt der EZB starten. Mit einer offiziellen Einführung wäre dann im Jahr 2029 zu rechnen. Die digitale Version der Gemeinschaftswährung soll das Euro-Bargeld ergänzen – aber nicht ersetzen – und überall im Euro-Raum als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Über eine EZB-App soll die Digitalwährung nutzbar sein. Mit ihr will Europa unabhängiger werden von US-Anbietern wie Paypal, Apple Pay, Mastercard oder Visa.
Europa müsse sich nicht zwischen dem digitalen Euro und erfolgreichen privaten Zahlungslösungen entscheiden, betonte der zuständige Berichterstatter Fernando Navarrete Rojas: „Wir brauchen das Zusammenspiel beider. Die Vereinbarung trägt diesem dualen Ansatz zu Recht Rechnung.“ Bestehende Standards und Infrastrukturen sollten, wo immer möglich, weitergenutzt werden.










