Yad Vashem

Gedenkstätte kommt in zwei deutsche Städte


Aktualisiert am 28.05.2026 – 09:43 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Halle der Namen in der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

Das erste Holocaust-Bildungszentrum von Yad Vashem außerhalb Israels entsteht in München. Leipzig bekommt eine Außenstelle.

Die weltbekannte Holocaustgedenkstätte Yad Vashem eröffnet in der bayerischen Landeshauptstadt München ihr erstes Bildungszentrum außerhalb Israels. Zudem sei eine zusätzliche kleinere Außenstelle in Leipzig in Sachsen geplant, teilten Yad Vashem sowie die Landesregierungen Bayerns und Sachsens am Mittwoch in Jerusalem, München und Dresden mit.

München sei als Standort für das Bildungszentrum nach einer umfassenden bundesweiten Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der Bundesregierung ausgewählt worden, teilte Yad Vashem mit. Die Stadt sei aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage und ihrer Bildungslandschaft der ideale Ort. Das neue Zentrum soll demnach als „bundesweite Plattform für ein Publikum in ganz Deutschland und den Nachbarländern“ dienen.

In Leipzig werden in der kleineren Einrichtung interaktive Lernräume bereitgestellt. Die Angebote richten sich an Pädagoginnen und Pädagogen in der gesamten Region sowie in deren Nachbarländern.

Bildungszentrum kommt zu „kritischem Zeitpunkt“

„Durch dieses Bildungszentrum wird Yad Vashem seinen besonderen pädagogischen Ansatz nach Deutschland bringen, und dies zu einem kritischen Zeitpunkt, an dem Relativierung, Instrumentalisierung oder Leugnung des Holocaust sowie Antisemitismus zunehmen“, erklärte der Yad-Vashem-Vorsitzende Dani Dayan. Die Wahl Münchens, Gründungsort der nationalsozialistischen NSDAP, habe „eine tiefe symbolische Bedeutung“.

Bundesbildungsministerin Karin Prien erklärt in der Mitteilung von Yad Vashem: „Ziel ist, die Erinnerungsarbeit und den Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland und Europa weiter zu stärken. Das Wissen über das, was war, ist wichtig, um das Übel in der Zukunft zu verhindern.“ Gerade junge Menschen in Deutschland wüssten zu wenig über die Shoah und über die systematische Ermordung von Millionen Juden im Nationalsozialismus.

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