Der Nigerianer kam für 26 Millionen Euro, der Norweger kostete sogar 27 Millionen. Die Torausbeute beider Spieler im Wolverhampton-Trikot liest sich jedoch erschreckend. Arokodare gelangen in 28 Ligaeinsätzen bisher drei Treffer. Strand Larsen traf in 22 Partien lediglich einmal – und das per Elfmeter. Im Winter zog er für rund 50 Millionen Euro zu Crystal Palace weiter. Dort steht er nach gerade einmal sieben Partien schon bei drei Toren.
Die schwache Offensive ist das größte Problem der „Wolves“. Insgesamt hat das Team gerade einmal 24 Tore in 32 Ligaspielen erzielt – und damit weniger als jede andere Mannschaft in der Liga. Zum Vergleich: Die zweitschlechteste Offensive ist aktuell die von Nottingham Forest mit acht Treffern mehr als Wolverhampton.
Doch auch in der Abwehr ist der Qualitätsunterschied zu den anderen Vereinen in der Premier League deutlich. Nur der Tabellenvorletzte Burnley hat mit 63 Gegentoren mehr Treffer kassiert als Wolverhampton mit 58. Gegen West Ham wirkte die Mannschaft trotz einer grundsätzlich ordentlichen Leistung defensiv völlig überfordert.
„In der zweiten Halbzeit haben wir ihnen durch unsere Fehler Chancen verschafft, und es ist inakzeptabel, wie viele Gegentore wir kassiert haben“, sagte Verteidiger Ladislav Krejčí im Anschluss an die Partie. „Wir entschuldigen uns bei den Fans, nicht nur für dieses Spiel, sondern weil wir unsere Situation kennen und wissen, dass uns das in der Tabelle nicht weiterhilft.“
Zuletzt hatte noch das Prinzip Hoffnung im Verein gegolten. Trainer Rob Edwards, der im November von Vítor Pereira übernommen hatte, waren im Februar und März einige Erfolge gelungen. So erkämpften sich die „Wolves“ ein 2:2 gegen Spitzenreiter Arsenal sowie Siege über die Spitzenteams Aston Villa (2:0) und den FC Liverpool (2:1). Das 0:4 gegen West Ham warf die Mannschaft nun aber bei ihrem Versuch, sich doch noch zu retten, entscheidend zurück.
Mit einem Sieg hätte der Rückstand auf das rettende Ufer nur zehn Punkte betragen. „Meine ganze Aufmerksamkeit – und ich glaube auch die der anderen im Verein – galt diesem Spiel, von dem wir dachten, es könnte alles ändern“, erklärte Krejčí. Doch die Lage ist nur prekärer geworden. Der Abstieg der Wolverhampton Wanderers ist wohl nicht mehr zu verhindern.










