„Eine der wichtigsten Stimmen des Landes“
Miterfinder der Bundesliga-Konferenz ist tot
12.05.2026 – 17:10 UhrLesedauer: 1 Min.
Rundfunklegende Dietmar Schott ist verstorben. Der Miterfinder der Bundesliga-Konferenz wird mit großen Worten verabschiedet.
Dietmar Schott ist am Montag im Alter von 88 Jahren verstorben, wie der WDR am Dienstag mitteilte. Schott war ehemaliger Sportchef, Reporter und Moderator des Westdeutschen Rundfunks, arbeitete 40 Jahre lang für den öffentlich-rechtlichen Sender. Als einstiger Moderator der Radiosendung „Sport und Musik“ betreute er auch die ARD-Bundesliga-Schaltkonferenz, zu deren Miterfindern er zählte.
Zu seinem Tod fand WDR-Intendantin Dr. Katrin Vernau große Worte. „Dietmar Schott wurde häufig ‚Hörfunk- Legende‘ genannt, und das völlig zu Recht. Für alle, die samstags vor dem Radio saßen und mit ihrem Fußballverein mitfieberten, war er eine der wichtigsten Stimmen des Landes“, lobte sie die Arbeit des langjährigen Reporters.
Schott arbeitete auch nach seinem Karriereende weiter
Schott aber war nicht nur für seine Fußballberichterstattung bekannt. „Zudem schätzte man ihn als Pferdesport- und Basketball- Kenner – als Experten, der Leidenschaft und journalistische Objektivität zu verbinden wusste“, erinnerte sich Vernau. „Mit ihm verlieren wir einen großen Sportjournalisten und beliebten Kollegen.“
Schott moderierte im Hörfunk mehr als 2000 Sendungen, beim WDR trat er zudem fünf Jahre lang vor die Kameras. Die Bundesliga begleitete er ab der Geburtsstunde der Liga, Schott berichtete zudem von elf Olympischen Spielen. Während seiner Karriere wurde er unter anderem mit dem „Herbert-Zimmermann-Preis“ ausgezeichnet.
Im jahr 2002 beendete der gebürtiger Kölner schließlich seine Laufbahn. Gänzlich in den Ruhestand entschwand er trotzdem nicht: Schott war weiterhin als Journalist tätig und veröffentlichte 2008 das Buch „Ich danke Sie“ über den früheren Fußballer Willi Lippens.











