„Nur noch destruktiv“

TV-Kommentator kritisiert Nagelsmann scharf

14.07.2026 – 10:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Julian Nagelsmann: Nach dem frühen WM-Aus trat er als Bundestrainer zurück. (Quelle: IMAGO/Bahho Kara)

Schon nach dem Sechzehntelfinale war die XXL-WM für Deutschland vorbei. Und damit auch die Zeit Julian Nagelsmanns als Bundestrainer. Ein Kommentator findet harte Worte für ihn.

Er war nach der Heim-EM einer der größten Befürworter von Julian Nagelsmann. Nach dem enttäuschenden WM-Aus fällt das Urteil von MagentaTV-Kommentator Christian Straßburger nun allerdings deutlich anders aus. Vor allem das Auftreten des Ex-Bundestrainers und dessen Umgang mit den Medien kritisiert der 37-Jährige scharf.

Im Bild-Podcast „Stammplatz“ sagte Straßburger zu Moderator André Albers: „Ich weiß nicht, wann er aufgehört hat, am Bundestrainer-Job Spaß zu haben. Ich habe mir irgendwann die Frage gestellt, wo strahlt er denn Freude aus? Wo auch immer er das verloren hat, er muss zurückgehen an diesen Ort und sich besinnen. Weil so funktioniert das im Fußball auf gar keinen Fall. Es war nur noch destruktiv, es war nur noch genervt. Der hat unsere Kollegen bei ganz normalen Fragen dermaßen auflaufen lassen und für blöd verkauft. Das fand ich schon respektlos und unverschämt.“

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Auch Nagelsmanns Auftritt nach dem Sechzehntelfinal-Aus gegen Paraguay (4:5 n.E.) konnte Straßburger nicht nachvollziehen. „Wenn es dann nach dem Aus um deine Zukunft geht, dann sagst du, das spielt jetzt keine Rolle, wir sind jetzt alle enttäuscht, wir müssen uns jetzt erstmal alle zusammensetzen. Als er dann sagte, ich bin bereit, auch die Nations League und die EM vorzubereiten, habe ich gedacht, das war’s.“

„Er hatte das Land in seiner Hand“

Nach der Heim-EM hatte Straßburger den damaligen Bundestrainer noch gelobt. „Er hatte das Land in seiner Hand. Wir sind bei der EM zu Hause im Viertelfinale ausgeschieden. Als Deutschland. Das ist eigentlich maßlos enttäuschend. Alles sprach nur über das Handspiel. Er hat danach sogar eine emotionale Pressekonferenz gegeben. Es hat Tränen gegeben. Er hatte mich als Fußball-Fan.“

Hat ein deutliches Urteil zu Julian Nagelsmann gefällt: Christian Straßburger. (Quelle: IMAGO/Ulrich Wagner)

Dennoch macht Straßburger Nagelsmann nicht allein für das schwache Abschneiden bei der WM verantwortlich. „Nagelsmann ist auch nicht das einzige Problem.“ Stattdessen nimmt er auch den DFB in die Pflicht: „Dass der Verband ihn alleine so hat walten lassen, ist auch ein Problem. Wo sind denn die Leute, die jetzt Verantwortung übernehmen? Wo sind die Leute, die sagen, auch wir haben Schuld daran, dass wir im Sechzehntelfinale ausgeschieden sind und bei den anderen Turnieren versagt haben? Da muss was passieren.“

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