Kuriose Szenen in Thüringen
Weit über 30 Grad: Winterdienst muss ausrücken
25.06.2026 – 17:37 UhrLesedauer: 2 Min.
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Deutschland schwitzt bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke. Mitten in der Hitzewelle schickt Thüringen ein Winterdienstfahrzeug auf die Straßen.
Kuriose Szenen auf mehreren Landes- und Bundesstraßen in Thüringen: Trotz – oder gerade wegen – der Extremhitze ist dort in diesen Tagen ein Fahrzeug des Winterdienstes unterwegs. Wie die „Thüringer Allgemeine“ (TA) berichtete, war der Winterdienst am Mittwoch im Unstrut-Hainich-Kreis im Einsatz.
Wie ein Sprecher des zuständigen Landesamts für Bau und Verkehr Nordthüringen der „TA“ sagte, ist das Fahrzeug seit dem Wochenende regelmäßig unterwegs, um Wasser auf den Straßen zu verteilen. Durch den Sprühstrahl soll der Asphalt heruntergekühlt werden. „Noch löst sich der Asphalt nicht, aber er wird weich“, so der Sprecher.
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Hitze in Deutschland: Winterdienst kämpft gegen Straßenschäden

Eine weitere Sprecherin erklärte der Deutschen Presse-Agentur, in den Sommermonaten seien Asphaltstraßen teils hohen Belastungen durch Hitze ausgesetzt. Ein häufiges Problem sei die „blutende Decke“. Diese entsteht laut Sprecherin dann, wenn bei hohen Temperaturen das Bindemittel im Asphalt, das Bitumen, weich wird und an die Oberfläche steigt. Dadurch entstehe eine glänzende, klebrige Schicht, die vor allem nach längeren Hitzeperioden und bei starkem Verkehr mit schweren Fahrzeugen wie Lastwagen sichtbar wird.
Das Winterdienstfahrzeug soll im Unstrut-Hainich-Kreis so lange im Einsatz sein, bis die Temperaturen wieder sinken. In Thüringen sei es ein erstmaliger Versuch. Die Winterdienstfahrzeuge würden derzeit nicht anderweitig benötigt. Und: Sie sind mit der notwendigen Technik zur Wasserverteilung ausgestattet.
Wichtige Autobahn wegen Hitze gesperrt
Rund 150 Kilometer nordöstlich hat die Extremhitze bereits Schäden an der viel befahrenen Autobahn 2 ausgelöst. Die wichtige Strecke musste am Donnerstagvormittag zwischen Burg-Ost und Burg-Zentrum in Fahrtrichtung Magdeburg gesperrt werden, nachdem Schäden an der Betondecke festgestellt worden waren. Die beschädigte Betondecke werde durch Asphalt ersetzt, teilte die Autobahn GmbH mit. Den Angaben zufolge soll die A2 am Sonntagnachmittag wieder freigegeben werden.
Im Video | Extremhitze verursacht Schäden an Autobahn
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Vielerorts lechzen die Menschen in diesen Tagen nach Abkühlung. Der kälteste Ort Deutschlands war am Donnerstagnachmittag die Zugspitze mit 13,6 Grad. Auf Helgoland wurden knapp 20 Grad gemessen. Laut den aktuellen Prognosen soll die Hitzewelle am Wochenende ihren Höhepunkt erreichen. Einzelne Wettermodelle hatten gar bis zu 44 Grad prognostiziert. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagte t-online jedoch, er halte das für unrealistisch. Temperaturen von über 40 Grad seien aber durchaus möglich, auch der deutsche Allzeitrekord aus dem Jahr 2019 – 41,2 Grad – sei in Reichweite, so Jung.










