Deutschland bei Olympia
Vier gewinnt – leider nicht
21.02.2026 – 09:42 UhrLesedauer: 3 Min.
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Sportfans schauen während den Olympischen Spielen gerne auf den Medaillenspiegel. Doch der zeigt nicht die ganze Wahrheit an.
Von den Olympischen Spielen berichtet Benjamin Zurmühl
Eigentlich war es ein starkes Rennen von Philipp Horn. Nur ein Fehler am Schießstand, eine gute läuferische Leistung, Stars wie Vetle Sjåstad Christiansen oder Eric Perrot hinter sich gelassen. Dennoch war der deutsche Biathlet am Freitag enttäuscht, als er ins Ziel kam. Denn Horn war „nur“ Vierter geworden im Massenstart der Herren. In einem Weltcup wäre er damit zufrieden gewesen, bei Olympia aber ist das Endergebnis am Ende das gleiche wie bei Rang elf. Es gibt keine Medaille.
Biathlon-Sportdirektor Felix Bitterling lobte Horn: „Bei Philipp sollte übrig bleiben, dass das eine Weltklasse-Leistung war.“ Gleichzeitig sagte Bitterling: „Aber klar: Wir sind gerade genervt, denn jetzt sind wir wieder Vierter.“ Immer wieder scheitert das deutsche Biathlon-Team knapp an einer Medaille. Vanessa Voigt im Einzel, die Staffel der Herren, die Staffel der Damen – und nun Horn. Viermal wurde das DSV-Team in Antholz Vierter. Die Bilanz mit bisher nur einer Medaille ist eher enttäuschend, würde aber mit etwas mehr Glück weitaus positiver gesehen werden.
Horns vierter Platz am Freitag war der insgesamt zwölfte für Deutschland bei den Olympischen Spielen – ein Bestwert, auf den die Athleten in Schwarz-Rot-Gold wohl gerne verzichten würden. Keine andere Nation schrammte so oft an Edelmetall vorbei.
Nach den Biathleten erwischte es auch die Skispringer mehrfach. Sowohl im Mixed Team als auch im Super Team. Besonders bitter war letzterer Wettbewerb. Aufgrund der Wetterlage wurde er nach zwei von drei Springen abgebrochen. Andreas Wellinger und Philipp Raimund fehlten nur 0,3 Punkte auf die Drittplatzierten aus Norwegen.
Selbst im Eiskanal von Cortina d’Ampezzo, in dem das deutsche Team Medaille für Medaille einsammelte, gab es auch vierte Plätze: für die Rodel-Doppelsitzer Toni Eggert/Florian Müller, für Hannah Neise im Skeleton und für Lisa Buckwitz im Monobob. Zudem erwischte es die Frauen-Staffel im Langlauf, Snowboarderin Annika Morgan im Slopestyle und Tatjana Paller im Skibergsteigen.










