Keine Daten, keine KI. Doch wer darf es nutzen?
Im Jahr 2024 hat Deutschland ein Gesetz auf den Weg gebracht, das den Zugang zu Daten aus Krebsregistern, Krankenkassenkonten und Genomanalysen verbessern soll. Auf europäischer Ebene wird es die seit März 2025 geltende europäische Gesundheitsdatenraumverordnung ergänzen. Für Forscher bedeutet dies einen schnelleren Zugriff auf größere und repräsentativere Datensätze und weniger Unsicherheit bei der Datennutzung.
Welche Rolle können Chatbots und Gesundheits-Apps spielen?
Spezielle medizinische Chatbots und Apps sind bereits gut darin, Symptome zu interpretieren, an die Einnahme von Medikamenten zu erinnern und erste psychologische Untersuchungen durchzuführen. Solche Apps sind in Deutschland sogar auf Rezept erhältlich – und werden von der Krankenkasse bezahlt. KI kann dann Übungen, Inhalte oder Warnungen auf den einzelnen Benutzer zuschneiden. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Tinnitus oder Depressionen entlasten Anwendungen dieser Art die Ärzte und ermöglichen den Patienten eine bessere Kontrolle über ihren Alltag.
Kann KI die Wirkung von Medikamenten simulieren?
Dies könnte in Zukunft tatsächlich möglich sein. Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft arbeiten an der Entwicklung digitaler Patientenzwillinge, mit denen sich die Wirkung von Medikamenten virtuell testen lässt, bevor sie am tatsächlichen Patienten eingesetzt werden. Schon heute ist es möglich, solche Simulationen an einzelnen Organen wie dem Herzen durchzuführen.










