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Home » Bundesrat lehnt die 1.000 Euro für Beschäftigte ab
Politik

Bundesrat lehnt die 1.000 Euro für Beschäftigte ab

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 8, 2026
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Bundesrat lehnt die 1.000 Euro für Beschäftigte ab

1.000 Euro für Beschäftigte

Entlastungsprämie der Merz-Regierung scheitert


Aktualisiert am 08.05.2026 – 16:07 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kanzler Friedrich Merz (Archivbild): Die Bundesregierung hatte eine 1.000-Euro-Prämie beschlossen, die Unternehmen an Beschäftigte zahlen können – doch der Bundesrat stimmte dagegen. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Wegen der wirtschaftlichen Belastungen durch den Iran-Krieg beschloss die Bundesregierung eine steuerfreie Entlastungsprämie für Beschäftigte. Doch die Maßnahme fällt im Bundesrat durch.

Die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro, die Unternehmen an ihre Beschäftigten zahlen können, kommt vorerst nicht. Der Bundesrat stimmte dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetzentwurf überraschend nicht zu. Die Bundesregierung kann dazu nun den Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat anrufen, um einen Kompromiss zu finden.

Auf ihrer Webseite erklärt die Bundesregierung, angesichts der gestiegenen Energiepreise an dem Plan festhalten zu wollen, eine Entlastung für die Bürgerinnen und Bürger zu erzielen. Über weitere Verfahrensschritte werde die Bundesregierung zeitnah entscheiden.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten in diesem Jahr und bis zum 30. Juni 2027 eine „Entlastungsprämie“ von bis zu 1.000 Euro zahlen können, die nicht versteuert werden muss. Zur Begründung heißt es im Entwurf, der Iran-Krieg habe massive wirtschaftliche Verwerfungen mit sich gebracht und werde für viele Bürgerinnen und Bürger in Deutschland zunehmend zu einer großen Belastung. Die Bundesregierung hat dabei vor allem die hohen Energiepreise im Blick.

Die Kritik der Länder entzündet sich vor allem an den Kosten der Prämie und deren Verteilung. Die von ihr verursachten Steuerausfälle müssten zu fast zwei Dritteln von Ländern und Kommunen getragen werden. Die zur Gegenfinanzierung vorgesehene Erhöhung der Tabaksteuer komme aber allein dem Bund zu, es gebe für Länder und Kommunen also keine Kompensation.

Aus Sicht der Länder ist dies ein weiteres Beispiel dafür, dass der Bund immer wieder Maßnahmen beschließt, die finanziell zulasten von Ländern und Kommunen gehen. Dies belastet deren ohnehin schon schwierige Haushaltslage weiter. Die Länder fordern, dass der Bund grundsätzlich die Kosten übernimmt, die er mit seinen Beschlüssen ihnen und den Kommunen aufbürdet. Um eine solche Regelung ringen beide Seiten seit Langem.

Die SPD-Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, sagte im Vorfeld der Bundesratssitzung, sie werde die Maßnahme nicht unterstützen. Das (noch) SPD-regierte Rheinland-Pfalz hat sich nach Informationen von t-online bei der Abstimmung enthalten. Die Landesregierung von Olaf Lies (SPD) in Niedersachsen hingegen hat zugestimmt.

Den Staat kostet die Steuerfreiheit laut Gesetzentwurf rund 2,8 Milliarden Euro, weil die Prämie beim Arbeitgeber als Betriebsausgabe abzugsfähig ist und der Arbeitnehmer sie nicht versteuern muss. Vorbild der Prämie sind Regelungen während der Corona-Pandemie sowie in der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.

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