Die Hitzeglocke bricht

Wetterlage kippt drastisch


Aktualisiert am 15.07.2026 – 03:29 UhrLesedauer: 4 Min.

Die Karte zeigt eine Temperaturprognose für den 17. Juli: Bevor die Hitzewelle in Deutschland ein Ende nimmt, wird es schwül. Mit der Schwüle kommen Gewitter und Unwetter.

Eine Temperaturprognose für den 17. Juli: Bevor die Hitzewelle in Deutschland ein Ende nimmt, wird es schwül. Mit der Schwüle kommen Gewitter und Unwetter. (Quelle: ECMWF/t-online)

Die Luft in Deutschland wird schwül, Gewitter und Unwetter bauen sich auf. Ein Skandinavien-Tief sprengt die Hitzeglocke und setzt der Hitzewelle ein Ende – vorerst.

Die aktuelle Hitzewelle in Deutschland steuert auf ihren Höhepunkt zu. Zur Wochenmitte werden verbreitet Höchstwerte zwischen 27 und 32 Grad erwartet, im Westen und Südwesten bis zu 35 Grad. Doch dann unterbricht ein Störimpuls die Hochdrucklage und reißt regelrecht eine Lücke in die Hitzeblase über Deutschland. Die Folge: Die Hitzewelle nimmt zum Start in den Hochsommer ein Ende – zumindest vorläufig.

Zu Beginn des Prozesses steigt der Taupunkt auf bis zu 20 Grad. Der Taupunkt oder die Taupunkttemperatur ist ein Maß zur Erfassung der Feuchtigkeit in der Luft. Sobald der Taupunkt und die Lufttemperatur gleich sind, beträgt die Luftfeuchtigkeit 100 Prozent. Je höher der Taupunktwert ausfällt, desto schwüler wird es. Die Hitze wird drückend. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen steigt der Taupunkt in Deutschland um bis zu sieben Grad.

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Wetter kippt: Hagel löst Hitze ab

Vor allem über dem Süden und Osten Deutschlands können sich aufgrund der Schwüle kräftige Quellwolken entwickeln, aus denen teils unwetterartige Gewitter entstehen. Nach aktuellen Wetterprognosen sind Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen möglich. Aufgrund der energiereichen Luftmasse schließen die Meteorologen sogar Superzellen und vereinzelt Tornados nicht aus.

Bereits am Montag sind tennisballgroße Hagelkörner bei einem Unwetter über Teilen des Landkreises Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern niedergegangen. Nach Angaben der Leitstelle Westmecklenburg lag der Hagel nach zwei Stunden stellenweise so hoch, dass Radlader ihn wegräumen mussten. Es habe ausgesehen wie nach einem winterlichen Schneefall.

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Gewitter und Unwetter ziehen über Deutschland

In der Nacht zum Mittwoch halten sich im Süden die Schauer und Gewitter. Am Mittwoch beginnt der Tag meist sonnig oder nur leicht bewölkt. Am Nachmittag und Abend entstehen in der Südhälfte erneut Quellwolken. Besonders im Bergland muss mit Schauern und kräftigen Gewittern gerechnet werden.

Die Höchstwerte liegen zwischen 27 und 33 Grad, an den Küsten bleibt es bei auflandigem Wind kühler. In der Nacht zum Donnerstag kann es an den Alpen und im Osten gewittrig regnen. Sonst bleibt es überwiegend trocken, die Temperaturen gehen auf 20 bis 14 Grad zurück.

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