Aber derzeit sieht es laut Jung so aus: Die wichtigen Langfristmodelle des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage und der US-Wetterbehörde NOAA hätten sich angeglichen, sodass sich nach dem Kälteeinbruch Anfang des Monats eine rasche Umstellung andeute. „Für die zweite Monatshälfte halten die Modelle erste Hitzetage mit Temperaturen bis 30 Grad für möglich“, erklärt Jung. Insgesamt liege der Mai vermutlich etwa 1 bis 1,5 Grad über dem langjährigen Mittel, regional im Osten sogar bis zu 2 Grad.
Gleichzeitig setze sich wohl das Niederschlagsdefizit fort. Nachdem der April bislang nur rund 40 Prozent des klimatologischen Niederschlagssolls erreicht habe, bleibe die Bodenfeuchte entsprechend angespannt.
Und wann startet der Sommer so richtig? Jung: „Die Langfristmodelle tendieren derzeit zu einem insgesamt zu mildem Juni, der außerdem etwas zu trocken wird.“ Vermutlich sei der Start frühsommerlich geprägt – „mit einzelnen Hitzespitzen, unterbrochen von den üblichen Trog-Einschüben.“ Vorübergehend sind also immer labile Wetterlagen in einer sonst warmen Phase möglich, die Wolken, Schauer, Gewitter und einen Temperaturknick bringen können, bevor es wieder freundlicher wird.
